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Neckermann wirbt mit Selbstironie


Während Geschäftsführung und Insolvenzverwalter ums Überleben von Neckermann.de ringen, übt sich die Marketingabteilung des Versandhauskonzerns in Selbstironie. Im Online-Shop und auf der Facebook-Fanpage finden sich Werbe-Slogans wie „Insolvent. Na und? Sie wollen schließlich kein Geld bei uns bestellen, sondern Ware“ oder „Sie haben momentan wenig Geld in der Kasse? Wir wissen, wie sich das anfühlt.“ Das Unternehmen bewirbt damit seine sogenannten Treueangebote. Zudem können die Kunden noch bis Dienstag versandkostenfrei bestellen.

Neckermanns Facebook-Fans bewerten die ungewöhnliche Werbestrategie überwiegend positiv: „Ist doch witzig. Mit Humor kann man es auch reißen“, schreibt ein User. „Also, das ist doch mal eine Ansage! Da habt ihr aber viele Punkte mit bei mir geholt, obwohl Euer Service echt nicht der Beste ist. Egal. Das hier ist cool!“, heißt es in einem anderen Kommentar. Unter den Anmerkungen finden sich aber auch viele Beschwerden über die eingeschränkte Lieferfähigkeit der vergangenen Woche. Sie wurden zuerst durch die Warnstreiks, später durch den zwischenzeitlichen Lieferstopp von DHL verursacht.

Neckermann.de hatte am 18. Juli Insolvenz angemeldet, vorige Woche folgte die österreichische Tochter Neckermann Versand Österreich (NVÖ). Weitere Tochterunternehmen gibt es in der Schweiz, den Niederlanden und Belgien. Sie haben bislang noch keine Auskunft über ihre Finanzlage gegeben.

30.07.2012Redakteur: Bert Rösch

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