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Neue Arbeitswelten in Modeunternehmen


Neue Arbeitswelt bei Marc O'Polo
Neue Arbeitswelt bei Marc O'Polo

Die Arbeitswelt verändert sich: Als Reaktion auf die Digitalisierung und den zunehmenden Wettbewerb im On- und Offline-Handel mit Bekleidung stellen sich große Modeunternehmen neu auf. Die Reorganisation wird deutlich in neuen Nutzungskonzepten für Büroräume in den Firmenzentralen, die eine intensivere Zusammenarbeit ermöglichen.

So hat etwa Marc O’Polo (Foto) jetzt am Firmensitz in Stephanskirchen ein neues Bürogebäude in Betrieb genommen. Der Markenanbieter setzt darin auf ein gemischtes Raumkonzept, bei dem Mitarbeiter nach wie vor ihren eigenen Arbeitsplatz haben, nach Bedarf aber auch andere Arbeitsorte wählen können. In dem neuen Gebäude sind etwa 100 Arbeitsplätze entstanden. So gibt es dort nun ein eigenes Fotostudio, in dem künftig etwa Bilder für den Online-Shop gemacht werden. Eingezogen sind auch die Abteilungen Marketing, E-Commerce und Visual Merchandising. Damit ermögliche der Neubau eine intensivere Form der Zusammenarbeit über Abteilungsgrenzen hinweg, die künftig noch wichtiger wird, ist Stephanie Bauch, Head of Strategic HR Management, überzeugt: „Wir haben ganz gezielt die Abteilungen angesiedelt, die stark miteinander im Austausch sind, aber nicht zwingend in einer Organisationsstruktur.“

Offene Raumgestaltung ist ein wichtiger Bestandteil des Konzeptes, um kurze Wege und eine schnelle Abstimmung zu gewährleisten. Darüber hinaus gibt es unterschiedliche Bereiche, die nach Bedarf genutzt werden können: klassische Arbeitsplätze, Rückzugsräume für konzentriertes Arbeiten sowie Kommunikationsflächen wie Lounge-Bereiche, Projekträume und „Work Benches“ wie in einem Internet-Café.

Veränderungen bei S.Oliver und Kaufhof



Veränderungen stehen auch bei S.Oliver und Galeria Kaufhof an. Beide Unternehmen testen neue Raum- und Nutzungskonzepte in den Personalabteilungen, die damit Pilotfunktion haben. Erfolgreiche Konzepte sollen später auf weitere Unternehmensteile übertragen werden. S.Oliver testet in der Personalabteilung etwa „Mobile Working“ und inwieweit sich die bisherige Präsenzpflicht im Büro lockern lässt. „Wir haben im Personalwesen mittlerweile die meisten Prozesse digitalisiert. Viele Arbeiten können von außerhalb erledigt werden“, sagt S.Oliver-Personalchef Reinhold Werthmann.

Bei Galeria Kaufhof in Köln steht in Umbau der Personalabteilung im Sommer an. Bisher sitzen die Mitarbeiter noch auf mehreren Etagen in Einer- oder Zweierbüros. Nach dem Umbau werden alle, Führungskräfte eingeschlossen, gemeinsam in offenen, großen Büros auf der ersten Etage arbeiten, die Arbeitsplätze durch halbhohe Trennwände und Sitzmöbel in der Mitte des Raumes separiert. Auch Galeria Kaufhof verfolgt das Ziel, durch die neue Raumgestaltung Kommunikation, Verständnis und Transparenz zu fördern, Abläufe schneller und effizienter zu machen und Komplexität zu verringern.

Einen ausführlichen Beitrag zum Thema finden Sie in der Print-Ausgabe der TextilWirtschaft von dieser Woche.
04.03.2016Redakteur: Bettina Maurer

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