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Niedriglöhne: Adidas plant Hilfsfonds


Die Sportartikelindustrie treibt ihre Bestrebungen rund um die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Niedriglohnländern voran. Auf Initiative von Adidas ist ein Hilfsfonds geplant, der u.a. einspringen soll, wenn in den Produktionsländern Löhne nicht gezahlt werden, Abfindungen nach Werksschließungen verwehrt bleiben oder staatliche Hilfen nicht zu erwarten sind. Details zu dem Fonds geben die Herzogenauracher noch nicht bekannt. „Wir stehen noch ganz am Anfang und müssen erst einmal ausloten, inwieweit wir andere mit ins Boot holen können. Gemeinsam mit anderen können wir mehr erreichen“, so eine Sprecherin. Deshalb ist Ende Oktober eine Konferenz in der Schweiz in Zusammenarbeit mit dem Global Forum for Sustainable Supply Chains geplant. Eingeladen sind neben Produzenten u.a. auch Finanz- und Versicherungsexperten. 
 
Wettbewerber Puma begrüßt die Initiative. Sie sei „ein Weg in die richtige Richtung“. „Die Idee, dass andere Hersteller sich an diesen Fonds beteiligen sollen, bekräftigt unsere Einstellung, dass die Einführung eines ´besseren Lohns´ nur mit der gesamten Industrie etabliert werden kann und nicht als Einzelaktion eines Unternehmens. Diese Idee unterstützen wir vollkommen“, erklärt Puma.

04.10.2012Redakteur: Anke Prokasky
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