TW logo

Online-Händler Sportrade vor dem Aus


Der Berliner Online-Sportartikel-Händler Sportrade ist insolvent. Wie erst jetzt bekannt wurde, hat das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg vergangene Woche das Insolvenzverfahren über den 2012 gestarteten Internetmarktplatz eröffnet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt Björn Gehde ernannt. Zum Investorenkreis gehören unter anderem die Beteiligungsgesellschaft der Investitionsbank Berlin (IBB) sowie mehrere Business Angel und Venture Capital-Gesellschaften. Hinzu kommt die Crowdsourcing-Plattform Companisto, die von Internetnutzern über 100.000 Euro eingesammelt hat. 

Sportrade erklärt im eigenen Blog, zwar sei im Dezember vergangenen Jahres das Stammkapital nach einer Finanzierungsrunde um eine sechsstellige Euro-Summe erhöht worden. In einer außerordentlichen Gesellschaftersitzung Ende Januar sei jedoch entschieden worden, dass eine Tranche aus der Kapitalerhöhung nicht ausgezahlt werde. Der Grund: „Es wurden die dafür erforderlichen Meilensteine nicht erreicht“, heißt es in dem Blogbeitrag. 

Sportrade werde jetzt zusammen mit dem Insolvenzverwalter nach Lösungen suchen, wie die vorhandenen Sachwerte der GmbH „bestmöglich zum Wohle der Gläubiger und Investoren“ verwertet werden können“. Das lässt auf eine Auflösung des Geschäfts schließen. Bei der Crowdsourcing-Plattform Conpamisto will man dieses Zitat nicht kommentieren. Der Online-Händler selbst war bis Redaktionsschluss für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Das operative Geschäft läuft laut Companisto aber zunächst uneingeschränkt weiter. Sportrade bietet zurzeit rund 195.000 Artikel von 185 Händlern an.

12.02.2014Redakteur: Bert Rösch
 Drucken