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Online-Vermesser UpCload speckt ab


Das Online-Vermessungs-Tool UpCload ist in seiner jetzigen Form gescheitert. Wie der Gründer des gleichnamigen Berliner Start-ups, Sebastian Schulze, der TextilWirtschaft sagte, haben sich zu wenig Online-Shopper in den vergangenen zwei Jahren die Mühe gemacht, per Webcam die eigenen Körpermaße zu ermitteln. Genau diesen Service bietet die mehrfach preisgekrönte Lösung an. Anwender waren unter anderem der Otto-Versand, der Outdoor-Spezialist The North Face und mehrere kleine Online-Maßschneider.

Aufgrund der ernüchternden Erfahrungen hat Upcload nun eine deutlich abgespeckte Version auf den Markt gebracht. Die neue statistikbasierte Lösung verlangt nur die Eingabe von drei Daten: Körpergröße, Gewicht und Figurtyp. Ein Algorithmus, der u.a. auch auf alten Webcam-Ergebnissen basiert, rechnet dann aus, ob der Modeartikel dem User passt. Zum Einsatz kommt die Lösung bei den Otto-Marken Melrose und Flashlight sowie bei Dress-for-less, Jack Wolfskin, QVC und Puma.

Das Webcam-basierte Ursprungsprodukt läuft nur noch bei Online-Maßschneidern, die exakte Werte brauchen. Modeversender erhoffen sich von Virtual Dressing-Tools wie UpCload eine deutliche Senkung ihrer hohen Retourenquoten von bis zu 70%.

Weitere Informationen zum Thema Retourenvermeidung finden Sie in der aktuellen Print-Ausgabe der TextilWirtschaft und in der iPad-Ausgabe.
18.07.2013Redakteur: Bert Rösch

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