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Other Stories: H&M in höheren Preisen


Samuel Fernström, Leiter von & Other Stories, und Anna Teurnell, Design-Chefin.
Samuel Fernström, Leiter von & Other Stories, und Anna Teurnell, Design-Chefin.
Ein Blick ins Moodboard von „& Other Stories“ (Fotos H&M)
Ein Blick ins Moodboard von „& Other Stories“ (Fotos H&M)
Hennes & Mauritz hat am Donnerstag anlässlich der Veröffentlichung von Geschäftszahlen erste Details über „& Other Stories“ bekanntgegeben. Das neue Filialkonzept soll im Frühjahr 2013 starten und richtet sich ausschließlich an Frauen. Das Sortiment wird zu einem großen Teil aus Accessoires bestehen. Verkauft werden Schuhe, Taschen, Modeschmuck, Kosmetikprodukte, Wäsche und Bekleidung. Die Preise sollen deutlich höher als bei H&M sein. „Wo H&M aufhört, fängt & Other Stories an“, sagt ein Sprecher. Konkrete Standorte gibt es noch nicht. & Other Stories soll in mehreren Märkten sowohl stationär als auch online starten, auch in Deutschland. Gesucht werden 600 bis 1000m² große Läden in Toplagen. Für das Design seien eigene Kreative in Stockholm und Paris verantwortlich.

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahrs 2011/12 (30.11.) hat der Modekonzern bis zum Stichtag 31. August einen Umsatz von rund 103 Mrd. schwedische Kronen (12,1 Mrd. Euro) erzielt, 11% mehr als im Vorjahreszeitraum. Flächenbereinigt entspricht das einem Plus von 2%. Der Nettogewinn verbesserte sich von 10,5 auf 11,6 Mill. SEK. Das dritte Quartal verlief für die Schweden eher schwach. Die Umsätze im August waren unter den Erwartungen, negative Währungseffekte haben den Gewinn beeinträchtigt.

Nach wie vor wichtigster Markt mit 400 Filialen und einem Umsatzanteil von 20% ist Deutschland. Hierzulande sind die Erlöse von H&M in den ersten neun Monaten um 5% auf 2,63 Mrd. Euro gestiegen. Im dritten Quartal von Juni bis August lag das Plus bei 1%. Flächenbereinigte Zahlen werden nicht veröffentlicht.

Für das kommende Geschäftsjahr hat der Konzern sein Expansionsziel nach oben korrigiert. Statt wie bislang 275 sind jetzt insgesamt 300 neue Läden geplant. Der Schwerpunkt liegt vor allem auf China und den USA, große Chancen sieht man aber auch in Russland, Italien, Polen und Großbritannien. Außerdem soll 2013 mit einem Flagship-Sore in Santiago de Chile der Markteintritt in Südamerika stattfinden. Weltweit betreibt H&M 2629 Geschäfte unter H&M (2494), Cos (55), Monki (55), Weekday (21) und Cheap Monday (4).

Dem wachsenden Online-Geschäft tragen die Schweden mit neuen Investitionen Rechnung. Besonders starke Hoffnungen setzt man auf den Bereich Mobile Shopping. Anfang 2013 soll der Online-Shop in allen acht Märkten, in denen H&M bislang als Versender aktiv ist, auch in Mobile-Versionen verfügbar sein. „Wir sind dabei, unsere Ressourcen im Bereich E-Commerce auszubauen“, erklärt ein Sprecher. An der stationären Expansion ändere das steigende Online-Geschäft nichts. „Es ist für uns ein komplementäres Business“, heißt es. Einen weiteren Rückschlag erlebten die Schweden allerdings in den USA. Dort musste der Start des Online-Shops aus organisatorischen Gründen erneut verschoben werden. Ursprünglich sollte es einmal zur Jahreswende 2011/12 losgehen, jetzt wird mit einem Termin im Sommer 2013 gerechnet.
27.09.2012Redakteur: Jörg Nowicki

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