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Otto-Einzelgesellschaft wächst um 10%


Alexander Birken (Foto: Otto.de)
Alexander Birken (Foto: Otto.de)
Der Universalversender Otto.de hat sein Wachstumstempo verdreifacht: Bei einem Umsatzwachstum von rund 10% weist die Otto-Einzelgesellschaft für das Geschäftsjahr 2015/16 (29. Februar) ein Volumen von rund 2,56 Mrd. Euro aus. Im Vorjahr hatten die Hamburger lediglich um 3% zugelegt – nach Plus von 7% im Geschäftsjahr 2013/14.

Der Gewinn wuchs im vergangenen Geschäftsjahr „überproportional zum Umsatz und liegt erneut im selbstgesteckten Zielkorridor von drei bis fünf Prozent Rendite“, teilte Otto-Chef Alexander Birken, der zugleich Multichannel-Vorstand der Muttergesellschaft Otto Group ist, auf der Bilanzpressekonferenz in Hamburg mit. Nach seinen Worten hatte das Management eigentlich mit einem Plus von rund 5% gerechnet. „Wir haben die eigenen Planwerte deutlich überschritten und dabei unseren definierten Ergebniskorridor voll erreicht“. Maßgeblich dazu beigetragen hätten die überdurchschnittlich vielen Neukunden: rund 12% mehr als im Vorjahr bei insgesamt rund sechs Millionen aktiven Kunden in zwölf Monaten.

Alle Sortimentsbereiche – Fashion, Living und Technik – sind gewachsen. Birken: „Mit rund 20% Umsatzplus bei Möbeln sowie Haus- und Heimtextilien wachsen wir stärker als der Markt und können so unseren Vorsprung noch einmal deutlich ausbauen.“ Rund 700 Mill. Euro Umsatz entfielen allein auf Living-Produkte und bescherten Otto damit nach eigenen Angaben „das erfolgreichste Geschäftsjahr in diesem Segment“. Auch im Technikbereich verzeichnete der Distanzhändler ein Rekordjahr, dank zweistelliger Wachstumsraten in den Segmenten Haushaltselektro und Multimedia. „Jeder dritte online verkaufte Fernseher in Deutschland kommt von Otto, bei den Waschmaschinen ist es inzwischen sogar schon jede zweite“, sagt Birken.

Für das laufende Geschäftsjahr 2016/17 plant Otto ein durchschnittliches Umsatzwachstum von rund 5% bei einer durchschnittlichen Rendite von 3 bis 5%. „Wichtigstes Asset für unser stetes Wachstum bleiben bei aller Technologiegetriebenheit weiterhin unsere Mitarbeiter“, betont Birken. Rund 300 Stellen seien erneut zu besetzen, vor allem in den Bereichen IT, E-Commerce und Business Intelligence.
21.03.2016Redakteur: Bert Rösch
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