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Otto Group: Einstieg bei Powa


Die Otto Group arbeitet mit dem britischen Software-Hersteller Powa Technologies intensiver zusammen als bislang angenommen. Wie erst jetzt bekannt wurde, hat der Hamburger Handelskonzern eine Minderheitsbeteiligung an Powa erworben. „Wir beteiligen uns im Zuge der Kooperation direkt mit einem Anteil von unter 10%, teilte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage der TextilWirtschaft mit.

Die Otto Group hatte Mitte Januar verkündet, dass sie die Multichannel-Shopping-Lösung Powa Tag konzernweit einführen werde, zunächst bei den Versendern Otto, Baur und Unito sowie bei der US-amerikanischen Möbelhauskette Crate & Barrel und in den 35 deutschen Stores des Multichannel-Modeanbieters Bonprix. Weitere Konzernmarken sollen schrittweise folgen.

Powa Tag kann sowohl im stationären Handel als auch im Online- und Mobile-Commerce genutzt werden. Dazu gehören zum Beispiel der Kauf und die Zahlungsabwicklung von Modeartikeln, die der Verbraucher im Schaufenster, im Laden, auf Plakaten, in einem Katalog oder einem Online-Shop gesehen hat. Dazu muss er lediglich einen QR-Code einscannen und eine Mobile Payment-Methode auswählen. In Kombination mit der Bluetooth-basierten Beacon-Technik können Einzelhändler ihre Kunden individuell im Store ansprechen. Fernsehzuschauer können weitere Informationen zu Produkten abrufen, die sie gerade in TV-Spots sehen: Nach dem Öffnen der App identifiziert Power Tag anhand von Bilderkennung oder sogenannter Sound Watermarks das Commercial und schickt sofort die vom Werbetreibenden hinterlegten Informationen aufs Handy.

Der Powa Tag-Betreiber Powa Technologies wurde 2007 in London gegründet und beschäftigt derzeit weltweit über 500 Mitarbeiter. Das Unternehmen hat in drei Finanzierungsrunden umgerechnet rund 228 Mill. Euro an Kapital eingesammelt.

26.01.2016Redakteur: Bert Rösch
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