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Otto Group baut Mobile Shopping aus


Die Otto Group führt konzernweit die britische Multichannel-Shopping-Lösung Powa Tag ein. Diese kann sowohl im stationären Handel als auch im Online- und Mobile-Commerce eingesetzt werden. Dazu gehören zum Beispiel der Kauf und die Zahlungsabwicklung von Modeartikeln, die der Verbraucher im Schaufenster, im Laden, auf Plakaten, in einem Katalog oder einem Online-Shop gesehen hat.
 
Dazu muss er lediglich einen QR-Code einscannen und eine Mobile Payment-Methode auswählen. In Kombination mit der Bluetooth-basierten Beacon-Technik können Einzelhändler ihre Kunden individuell im Store ansprechen. Fernsehzuschauer können weitere Informationen zu Produkten abrufen, die sie gerade in TV-Spots sehen: Nach dem Öffnen der App identifiziert Power Tag anhand von Bilderkennung oder sogenannter Sound Watermarks das Commercial und schickt sofort die vom Werbetreibenden hinterlegten Informationen aufs Handy.

 
Wie eine Konzernsprecherin auf Anfrage mitteilte, soll Powa Tag in wenigen Monaten bei den Versendern Otto, Bonprix, Baur und Unito zum Einsatz kommen. Im Stationärhandel wird die amerikanische Möbelhauskette Crate & Barrel in den Genuss der Technik kommen, zudem die 35 deutschen Stores von Bonprix. Weitere Konzernmarken sollen schrittweise folgen. Die sonst so Multichannel-freudige Tochter SportScheck steht noch nicht auf der Liste der Anwender, vermutlich weil diese derzeit mit der Mobile Shopping-Lösung Barcoo zusammenarbeitet.

„Powa Tag ist eine überaus intelligente Lösung, da sie mobile Endgeräte zu einem ganzheitlichen Shopping-Instrument macht. Gleichzeitig profitieren wir als Konzern von der einheitlichen Marktdurchdringung, die Powa derzeit mit Nachdruck vorantreibt“, erklärt Otto Group-Vorstand Hanjo Schneider. Nach Schätzungen des Marktforschers Statista wird der M-Commerce 2018 weltweit ein Volumen von umgerechnet rund 577 Mrd. Euro erreichen. 2013 waren es noch rund 123 Mrd. Euro gewesen.
 
Die Technik, über das Einscannen von QR-Codes Artikel zu kaufen und zu bezahlen, ist beim Hamburger Handelskonzern nicht ganz neu. Die 2013 gestartete Cross-Channel-Payment-Lösung Yapital verfügte bereits über diese Funktion. Doch da die Nutzungszahlen von Yapital weit unter den Erwartungen blieben, beschloss die Otto Group im November 2015, das ambitionierte Projekt einzustellen. Es wird bis Ende Januar abgewickelt. Das Unternehmen Yapital agiert künftig nur noch als E-Geld-Institut. 

Der Powa Tag-Betreiber Powa wurde 2007 in London gegründet und beschäftigt derzeit weltweit über 500 Mitarbeiter. Das Unternehmen hat in drei Finanzierungsrunden umgerechnet rund 228 Mill. Euro an Kapital eingesammelt.
14.01.2016Redakteur: Bert Rösch

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