Otto: Preisoffensive im Universalversand
Die Otto Group hat eine Preisoffensive für ihre Universalversender Otto, Baur und Schwab angekündigt. “Wir werden unsere Preise gezielt senken”, teilte Konzernchef Hans-Otto Schrader auf der Bilanzpressekonferenz in Hamburg mit. Die Arbeitsgruppe Fokus prüfe derzeit, wo die “großen Preisreduktionen wirklich etwas bringen”. Bei Segmenten wie DOB sieht er z.B. eine “große Hebelwirkung”. Ab Oktober sollen die Preise dann im Handel sichtbar sein.
Darüber hinaus rechtfertigte Schrader die geplanten Umstrukturierungen im Universalversand, die aller Voraussicht nach mit einem Stellenabbau verbunden seien: “Es wird keine weiteren Preissenkungen bei der Beschaffung geben. Wir können nur attraktive Preise anbieten, wenn wir unsere eigenen Kosten senken.” So gebe es etwa Überschneidungen bei Aufgaben und Prozessen. Ferner sei es nötig, die Reaktionszeit im Online-Handel zu senken, wo die Veränderungen teilweise in Sekundenschnelle stattfänden.
Ehrgeizige Ziele verfolgt die Otto Group auch beim Thema Nachhaltigkeit. Bis 2020 soll das gesamte Eigenmarken-Sortiment auf nachhaltige Baumwolle umgestellt werden. Dabei handele es sich jedoch nicht nur um Bio-Baumwolle, sondern auch um Baumwolle, die umweltschonend angebaut wird und den Baumwollbauern ein sicheres Einkommen ermögliche.
Zu den Vorhaben des Konzerns im laufenden Geschäftsjahr gehören auch weitere Investitionen im Bereich E-Commerce und nicht zuletzt der Markteinstieg mit Online-Shopping in der Türkei. Nach eigenen Angaben ist das Unternehmen bereits mit dem Online-Shopping-Club Limango in der Türkei aktiv, Bonprix hat einen Markttest gestartet. Vorbild für die Türkei-Expansion sei der Markteinstieg in Russland 2006, wo Otto im abgelaufenen Geschäftsjahr bereits knapp 500 Mill. Euro erlöst hat.
Das abgelaufene Geschäftsjahr 2011/12 (29.2.) für die Otto Group mit einem saftigen Minus beim Ertrag und einem kleinen Plus beim Umsatz ist zu Ende gegangen. Während die Erlöse auf Konzernebene um 1,7% auf 11,6 Mrd. Euro stiegen, sackten Ebitda und Ebit prozentual zweistellig ab. Mit 539 Mill. Euro verlor der Hamburger Konzern beim Ebitda rund 19% im Vergleich zum Vorjahr, das Ebit ging sogar um über 30% zurück auf 259 Mill. Euro. Als Gründe für den Ergebnisrückgang wurden die anhaltenden Verluste in Frankreich, hohe Investitionen in IT-Systeme sowie gestiegene Rohstoff- und Personalkosten genannt. Im verlustreichen Frankreich-Geschäft gestand Schrader Fehler ein. “Wir haben die Situation zu spät erkannt. Wir hätten früher eingreifen und viel klüger und intensiver auf E-Commerce setzen müssen.” Der Fehlbetrag und die Kosten für die Umstrukturierung der 3 Suisses Group hätten 2011 bei über 100 Mio. Euro gelegen.
Still und leise verkündete Otto auf der eigenen Facebook-Seite einen Marketing-Coup: Ab dem 26. Juni ist die neue Kollektion von Material Girl, dem Label von Super-Star Madonna und Tochter Lourdes, bei Otto erhältlich. Details geben die Hamburger Anfang der kommenden Woche bekannt. Madonna entwirft seit 2010 gemeinsam mit ihrer Tochter Young Fashion-Mode. Bisher war Material Girl nur in den USA und Kanada erhältlich.
Darüber hinaus rechtfertigte Schrader die geplanten Umstrukturierungen im Universalversand, die aller Voraussicht nach mit einem Stellenabbau verbunden seien: “Es wird keine weiteren Preissenkungen bei der Beschaffung geben. Wir können nur attraktive Preise anbieten, wenn wir unsere eigenen Kosten senken.” So gebe es etwa Überschneidungen bei Aufgaben und Prozessen. Ferner sei es nötig, die Reaktionszeit im Online-Handel zu senken, wo die Veränderungen teilweise in Sekundenschnelle stattfänden.
Ehrgeizige Ziele verfolgt die Otto Group auch beim Thema Nachhaltigkeit. Bis 2020 soll das gesamte Eigenmarken-Sortiment auf nachhaltige Baumwolle umgestellt werden. Dabei handele es sich jedoch nicht nur um Bio-Baumwolle, sondern auch um Baumwolle, die umweltschonend angebaut wird und den Baumwollbauern ein sicheres Einkommen ermögliche.
Zu den Vorhaben des Konzerns im laufenden Geschäftsjahr gehören auch weitere Investitionen im Bereich E-Commerce und nicht zuletzt der Markteinstieg mit Online-Shopping in der Türkei. Nach eigenen Angaben ist das Unternehmen bereits mit dem Online-Shopping-Club Limango in der Türkei aktiv, Bonprix hat einen Markttest gestartet. Vorbild für die Türkei-Expansion sei der Markteinstieg in Russland 2006, wo Otto im abgelaufenen Geschäftsjahr bereits knapp 500 Mill. Euro erlöst hat.
Das abgelaufene Geschäftsjahr 2011/12 (29.2.) für die Otto Group mit einem saftigen Minus beim Ertrag und einem kleinen Plus beim Umsatz ist zu Ende gegangen. Während die Erlöse auf Konzernebene um 1,7% auf 11,6 Mrd. Euro stiegen, sackten Ebitda und Ebit prozentual zweistellig ab. Mit 539 Mill. Euro verlor der Hamburger Konzern beim Ebitda rund 19% im Vergleich zum Vorjahr, das Ebit ging sogar um über 30% zurück auf 259 Mill. Euro. Als Gründe für den Ergebnisrückgang wurden die anhaltenden Verluste in Frankreich, hohe Investitionen in IT-Systeme sowie gestiegene Rohstoff- und Personalkosten genannt. Im verlustreichen Frankreich-Geschäft gestand Schrader Fehler ein. “Wir haben die Situation zu spät erkannt. Wir hätten früher eingreifen und viel klüger und intensiver auf E-Commerce setzen müssen.” Der Fehlbetrag und die Kosten für die Umstrukturierung der 3 Suisses Group hätten 2011 bei über 100 Mio. Euro gelegen.
Still und leise verkündete Otto auf der eigenen Facebook-Seite einen Marketing-Coup: Ab dem 26. Juni ist die neue Kollektion von Material Girl, dem Label von Super-Star Madonna und Tochter Lourdes, bei Otto erhältlich. Details geben die Hamburger Anfang der kommenden Woche bekannt. Madonna entwirft seit 2010 gemeinsam mit ihrer Tochter Young Fashion-Mode. Bisher war Material Girl nur in den USA und Kanada erhältlich.















