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PPR: Fnac soll an die Börse


Der französische Luxusgüter- und Handelskonzern PPR scheint offenbar kurz davor, seine schon lange angekündigte Konzentration auf Luxus und Lifestyle in die Tat umzusetzen. Der Filialist Fnac (Bücher, Musik, Eletronik), der mit 4,16 Mrd. Euro 34% zum Umsatz der Gruppe beiträgt, soll in Ermangelung eines Käufers durch ein Spin-off verselbstständigt und separat an die Börse gebracht werden. Eine diesbezügliche Ankündigung wird am Dienstag erwartet, berichtet die französische Tageszeitung Le Figaro. Ohne die Handelssparte soll sich der PPR-Umsatz bis 2020 auf 24 Mrd. Euro verdoppeln, hatte Konzernchef François-Henri Pinault bei Vorlage der Jahresbilanz 2011 im Februar angekündigt. 2011 stieg der Konzernumsatz ohne die zum Verkauf gestellten Unternehmensbereiche um 11,1% auf 12,2 Mrd. Euro.

Auch für die bereits seit April 2011 zum Verkauf stehende Versandhandelssparte Redcats scheint sich eine Lösung anzubahnen. So habe PPR bis 25. Oktober eine Ankündigung zum Verkauf der US-Geschäfte von Redcats (Kataloggeschäft, OneStopPlus, Golf Warehouse) an einen Investor avisiert. Für die Formate Cyrillus und Vertbaudet interessiere sich der französische Kindermode-Hersteller Zannier, hatte Le Figaro vergangene Woche berichtet. Damit bliebe La Redoute, Frankreichs führendes Versandhaus, im Handelsportfolio übrig. Falls alle Transaktionen gelingen, müsse das von François Pinault senior gegründete Unternehmen PPR (Pinault-Printemps-Redoute) wohl über eine Umbenennung nachdenken, heißt es in französischen Medienberichten.

08.10.2012Redakteur: Elke Sieper
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