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Personalarbeit 2016: Finden, fördern, besser führen


Die Arbeitswelt, neu aufgestellt. Die Digitalisierung und die rasante Veränderung des Modemarktes wirken sich massiv auf die Personalpolitik der Unternehmen aus, wie eine exklusive TW-Umfrage unter führenden Arbeitgebern der Branche zeigt. Recruiting, Talent-Management und Führung sind die Top-Themen in der Personalarbeit 2016.

Schnellere Rhythmen, Digitalisierung und E-Commerce-Boom, höhere Ansprüche von Kunden, Bewerbern und Mitarbeitern: Personalverantwortliche in Unternehmen der Bekleidungsbranche sind auch 2016 voll gefordert, mit den vielfältigen Anforderungen Schritt zu halten und Marktentwicklungen zu antizipieren. In einer exklusiven Umfrage der TextilWirtschaft geben Personalchefinnen und -chefs großer Arbeitgeber, deren Entscheidungen in der Regel richtungsweisend für die ganze Branche sind, Einblick in ihre Strategien.

Dabei sind deutliche Trends erkennbar: Employer Branding und die Profilierung der Arbeitgeber-Marke bleibt für die Personaler ein vorrangiges Ziel. Doch stärker als früher wird der Blick nach innen, auf die Entwicklung der eigenen Mitarbeiter und der Organisation, gerichtet. Deshalb gewinnen Themen wie Unternehmenskultur, Talent- und Generationen-Management und ganz besonders Führung in der Personalarbeit 2016 stark an Bedeutung.

Für Karen Parkin zum Beispiel, Personalchefin bei Adidas, standen bei der Entwicklung der Strategie vier Fragen im Fokus: Wie können wir die besten Talente ins Unternehmen holen und halten? Wie stellen wir sicher, dass wir die richtigen Führungskräfte an Bord haben und diese mit bestem Beispiel vorangehen? Wie können wir neue und vielfältigere Perspektiven schaffen wir ein Arbeitsklima und eine Kultur, in denen jeder Mitarbeiter einen Unterschied machen und einen Beitrag leisten kann? Adidas wird deshalb laut Parkin Recruiting und Entwicklung von Nachwuchsmitarbeitern komplett überarbeiten. Gleiches gilt für Bonus-Systeme.

Mehr denn je stehen die meisten Unternehmen vor der Herausforderung, sowohl den stationären als auch den Online-Handel weiter zu entwickeln und in Richtung Multichannel enger zu verzahnen. Hugo Boss-Personalchef Frederic Klumpp legt deshalb den Schwerpunkt auf „Talent-Management für die digitale Transformation, die Entwicklung von Talenten für die Bereiche Retail und Omnichannel sowie eine flexible Gestaltung der Arbeitswelt von morgen“. Eine wichtige Maßnahme in diesem Zusammenhang: ein erweitertes Angebot an Fachkarrieren, um beispielsweise Mitarbeitern in den Bereichen Retail und Omnichannel zusätzliche Entwicklungsperspektiven bieten zu können.

Mehr zum Thema und noch intensivere Einblicke in die Strategien weiterer großer Modemarken lesen Sie in der TextilWirtschaft an diesem Mittwoch ab 18 Uhr auf dem iPad oder ab Donnerstag in der Printausgabe.
30.12.2015Redakteur: Bettina Maurer
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