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Powa Technologies sucht Käufer


Das britische Mobile Commerce-Unternehmen Powa Technologies, bisher als höchstprofiliertes Start-up-Unternehmen gehandelt, hat Insolvenz angemeldet. Wie die Londoner Tageszeitung The Telegraph berichtet, sind 311 Arbeitsplätze in Gefahr. Die Unternehmensberater von Deloitte seien mit dem Verkauf des auf 1,9 Mrd. Pfund (2,45 Mrd. Euro) bewerteten Unternehmens beauftragt. 

Nach Informationen im britischen Handelsregister Companies House soll Powa mit sechs potenziellen Investoren im Gespräch sein. Thompson Investments sei mit einem Kaufangebot „einen Schritt weiter“, berichtet die Financial Times.

Der 2007 gegründete Spezialist für das Auslesen von Audio- und Bild-Quellen, Links, QR-Codes und Social Media habe Schulden in Höhe 11,5 Mill. GBP und sei zuletzt nicht in der Lage gewesen, Zulieferer und Angestellte auszubezahlen. Das Unternehmen sei bereits seit längerem in Schwierigkeiten. Inklusive einer Finanzierung von 76 Mill. Dollar (68,3 Mill. Euro) im Jahr 2013 und einer weiteren Finanzspritze von 50 Mill. USD im vergangenen Jahr habe Powa insgesamt 175 Mill. USD eingesammelt und erst 2015 einen Börsengang in Erwägung gezogen, heißt es in britischen Presseberichten.

Mit der PowaTag-Technologie arbeiten unter anderem Adidas, L’Oreal, JD Sports und Laura Ashley. Erst Mitte Januar ist die Otto Group eine strategische Partnerschaft mit Powa Technologies eingegangen. Damit ist Otto, wie bereits gemeldet, auch Minderheitsgesellschafter mit einem Anteil von „weniger als 10%“.

In der Kürze der Zeit seien die Geschäfte noch gar nicht so richtig in Gang gekommen, erklärt ein Unternehmenssprecher. Erst im Zuge der geplanten Vertriebskooperation hätte die Otto Group im Gegenzug Anteile an Powa Technologies erhalten. "Die Kooperation ist aber noch nicht umgesetzt worden und liegt auf Eis, sodass die Otto Group kein Anteilseigner von Powa Technologies ist“, heißt es aus Hamburg.
22.02.2016Redakteur: Elke Sieper

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