Puma: Koch will Umbau beschleunigen
Puma baut um und bekommt einen neuen Chief Operating Officer. Klaus Bauer, seit 2009 im Vorstand und verantwortlich für Finanzen, Recht, Personal, IT, Logistik und Operations, wird seinen Vertrag bei dem Herzogenauracher Sportartikelhersteller nicht verlängern. Einen Teil seiner Aufgaben wird Michael Lämmermann übernehmen, derzeit Geschäftsbereichsleiter Finanzen. Der 50-Jährige wird am 1. Januar 2013 die Position des Chief Financial Officers übernehmen und künftig für die Bereiche Recht und Finanzen verantwortlich sein. Ein Nachfolger in der Position des COO werde zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben, teilte Puma bei Vorlage der Halbjahresbilanz am Donnerstag mit.
Auch Chief Marketing Officer Antonio Bertone, der derzeit Pumas globales Markenmanagement verantwortet, wird das Unternehmen zum Ende des Jahres verlassen. Sein Nachfolger soll später bekanntgegeben werden.
Vorstandschef Franz Koch will angesichts zunehmenden Drucks auf die Ertragsmargen das im vergangenen Jahr gestartete Programm zum Umbau des Unternehmens forcieren. Zunächst in Europa soll beispielsweise die Zahl der Organisationseinheiten von derzeit 23 Ländern auf sieben Ländergruppen reduziert werden. Verwaltungsfunktionen sollen so stärker zentralisiert werden. Bestandteil der neuen Struktur ist eine regional organisierte Beschaffungskette. Damit sollen die Bearbeitungszeit von Kundenaufträgen deutlich verkürzt, Lagerbestand und Warenumschlag verbessert und die Produktverfügbarkeit erhöht werden.
Auch das Einzelhandelsportfolio in Europa und Nordamerika soll optimiert werden: durch selektive Neueröffnungen an profitablen Standorten, vor allem in Wachstumsmärkten, und gleichzeitige Schließung unrentabler Geschäfte. Das Management geht davon aus, dass die Veränderungen einmalige Kosten von bis zu 100 Mill. Euro mit sich bringen, die sich in den kommenden Jahren auszahlen sollen.
Im ersten Halbjahr 2012 ist der Umsatz zwar um 8,8% auf 1,57 Mrd. Euro gestiegen (währungsbereinigt +5,1%), das Europa-Geschäft und die Erträge haben sich jedoch auch im zweiten Quartal nicht ins Plus gedreht. In den ersten Monaten sanken die Schuh-Umsätze währungsbereinigt um 1,2% während die Textil-Umsätze um 8% und die Accessoires-Umsätze um 21,5% stiegen, was in erster Linie auf die weiterhin sehr erfolgreiche Entwicklung von Cobra Golf und das neue Joint Venture für Accessoires auf dem nordamerikanischen Markt, Janed, zurückgeführt wird. Im Retail-Bereich, der mit stationärem Handel und E-Commerce 17,3% vom Gesamtumsatz erzielte, legten die Erlöse um 19% auf 272 Mill. Euro zu. Im Wholesale erzielte Puma einen Zuwachs von 6,4% auf 1,3 Mrd. Euro.
Insgesamt setzte sich das Wachstum in den Regionen Amerika (währungsbereinigt +11,8%) und Asien/Pazifik (+9,4%) fort, dagegen reduzierten sich Erlöse im größten Markt EMEA (Europa, Nahost, Afrika) um 2,1%, trotz zufriedenstellender Entwicklung in Deutschland und Spanien. Wie bereits angekündigt, gingen in den ersten sechs Monaten das operative Ergebnis (Ebit) um 10,4% auf 149,1 Mill. Euro und der Konzerngewinn um 12,8% auf 100,6 Mill. Euro zurück. „Der zunehmende Druck auf die Rohertragsmarge, weitere strategische Investitionen im Rahmen unseres ’Back to the Attack’-Wachstumsplans sowie ein schwaches Geschäftsumfeld in Europa haben unseren Konzerngewinn belastet“, erklärt Koch.
Auch Chief Marketing Officer Antonio Bertone, der derzeit Pumas globales Markenmanagement verantwortet, wird das Unternehmen zum Ende des Jahres verlassen. Sein Nachfolger soll später bekanntgegeben werden.
Vorstandschef Franz Koch will angesichts zunehmenden Drucks auf die Ertragsmargen das im vergangenen Jahr gestartete Programm zum Umbau des Unternehmens forcieren. Zunächst in Europa soll beispielsweise die Zahl der Organisationseinheiten von derzeit 23 Ländern auf sieben Ländergruppen reduziert werden. Verwaltungsfunktionen sollen so stärker zentralisiert werden. Bestandteil der neuen Struktur ist eine regional organisierte Beschaffungskette. Damit sollen die Bearbeitungszeit von Kundenaufträgen deutlich verkürzt, Lagerbestand und Warenumschlag verbessert und die Produktverfügbarkeit erhöht werden.
Auch das Einzelhandelsportfolio in Europa und Nordamerika soll optimiert werden: durch selektive Neueröffnungen an profitablen Standorten, vor allem in Wachstumsmärkten, und gleichzeitige Schließung unrentabler Geschäfte. Das Management geht davon aus, dass die Veränderungen einmalige Kosten von bis zu 100 Mill. Euro mit sich bringen, die sich in den kommenden Jahren auszahlen sollen.
Im ersten Halbjahr 2012 ist der Umsatz zwar um 8,8% auf 1,57 Mrd. Euro gestiegen (währungsbereinigt +5,1%), das Europa-Geschäft und die Erträge haben sich jedoch auch im zweiten Quartal nicht ins Plus gedreht. In den ersten Monaten sanken die Schuh-Umsätze währungsbereinigt um 1,2% während die Textil-Umsätze um 8% und die Accessoires-Umsätze um 21,5% stiegen, was in erster Linie auf die weiterhin sehr erfolgreiche Entwicklung von Cobra Golf und das neue Joint Venture für Accessoires auf dem nordamerikanischen Markt, Janed, zurückgeführt wird. Im Retail-Bereich, der mit stationärem Handel und E-Commerce 17,3% vom Gesamtumsatz erzielte, legten die Erlöse um 19% auf 272 Mill. Euro zu. Im Wholesale erzielte Puma einen Zuwachs von 6,4% auf 1,3 Mrd. Euro.
Insgesamt setzte sich das Wachstum in den Regionen Amerika (währungsbereinigt +11,8%) und Asien/Pazifik (+9,4%) fort, dagegen reduzierten sich Erlöse im größten Markt EMEA (Europa, Nahost, Afrika) um 2,1%, trotz zufriedenstellender Entwicklung in Deutschland und Spanien. Wie bereits angekündigt, gingen in den ersten sechs Monaten das operative Ergebnis (Ebit) um 10,4% auf 149,1 Mill. Euro und der Konzerngewinn um 12,8% auf 100,6 Mill. Euro zurück. „Der zunehmende Druck auf die Rohertragsmarge, weitere strategische Investitionen im Rahmen unseres ’Back to the Attack’-Wachstumsplans sowie ein schwaches Geschäftsumfeld in Europa haben unseren Konzerngewinn belastet“, erklärt Koch.












