logo

Quelle-Erbin soll 580 Mill. Euro zahlen


Nächste Runde im Milliarden-Streit zwischen Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz auf der einen und dem Kölner Bankhaus Sal. Oppenheim sowie dem Immobilienhändler Josef Esch auf der anderen Seite: Das Bankhaus, Josef Esch und andere Gläubiger haben beim Kölner Landgericht Klage gegen die ehemalige Großaktionärin des insolventen Handelskonzerns Arcandor eingereicht, berichtet die Financial Times Deutschland. Die Forderungen sollen sich demnach auf 580 Mill. Euro belaufen, allein Sal. Oppenheim verlange 193 Mill. Euro. Schickedanz solle damit ihren Verpflichtungen aus Kreditverträgen nachkommen. 

Das Bankhaus hatte Schickedanz Darlehen gewährt, damit sie ihre Arcandor-Anteile aufstocken konnte. Nach der Arcandor-Pleite warf die Quelle-Erbin sowohl der Bank als auch dem Vermögensverwalter Esch vor, sie falsch beraten zu haben, reichte deshalb im Januar dieses Jahres Klage ein und stellte die Zahlungen ein. Im August hatte Schickedanz dann angekündigt, sich mit dem Bankhaus und dem Immoblienhändler außergerichtlich einigen zu wollen. Ihr Anwalt ließ damals mitteilen, die Parteien befänden sich in Vergleichsverhandlungen. Vor Gericht wird nun erstmals am 18. Dezember verhandelt.

01.11.2012Redakteur: Janine Damm
 Drucken