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Steilmann SE offenbar vor Veränderungen


Die Steilmann SE in Bergkamen steht offenbar vor großen Veränderungen. Konzernchef Michele Puller werde die Öffentlichkeit in Kürze über einen Umbau der Konzernstruktur des börsennotierten Unternehmens informieren, behaupten für gewöhnlich gut informierte Kreise. Puller wollte dazu auf Nachfrage keine Stellung nehmen.

Nach dem mehr als bescheidenen Börsengang im vergangenen November äußerten sich Unternehmenskenner zunehmend kritisch zum Konzern. Statt wie geplant rund 83 Millionen durch die Börsenlistung zu erlösen, tröpfelten lediglich 8,6 Mill. Euro in die Kassen des westfälischen Unternehmens. Der Ausgabekurs der Papiere in Höhe von 3,50 Euro schrumpfte bis zum heutigen Tag auf 2,41 Euro. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens liegt damit bei nur noch 54 Mill. Euro.

Im Gespräch mit der TextilWirtschaft sagte Puller Anfang dieses Jahres, dass der Börsengang eine Enttäuschung gewesen sei. Das Unternehmen halte an der Strategie jedoch fest und sei auf der Suche nach neuen Finanzierungsmöglichkeiten. Neben der Filialkette Boecker (11 Läden, 5 Outlets) und der Beschaffungsorganisation NTS in Shanghai ist ein wesentliches Asset der Steilmann SE die Aktienmehrheit an der ebenfalls börsennotierten Adler Modemärkte AG. Steilmann hält die Mehrheit mittelbar über die Zwischenholding S&E Kapital GmbH. Diese Gesellschaft wiederum ist ein Joint Venture mit der italienischen Privat Equity-Gesellschaft Equinox. Im Januar sagte Puller, dass er die Minderheitsanteile von Equinox von der S&E übernehmen wolle.

10.03.2016Redakteur: Matthias Erlinger

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