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Textil- und Modeindustrie: Plus 1,9%


Foto: Südwolle
Foto: Südwolle
Die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie hat 2015 den Umsatz um 1,9% auf 29 Mrd. Euro gesteigert. Damit entwickelte sich die Branche nach Angaben des Gesamtverbandes textil + mode besser als erwartet. Auch die Zahl der Beschäftigten wuchs um 1,5% auf 117.000 Mitarbeiter.

Besonders erfolgreich waren dabei der Bereich Textilien und vor allem das Segment technische Textilien mit einem Umsatzplus von 3,4%. „Innovative Produkte und forschungsnahe textile Anwendungen aus Deutschland sind in aller Welt gefragt. Seit Jahren sind deutsche Unternehmen Weltmarktführer mit technischen Textilien. Diese Position haben sie 2015 ausgebaut“, erklärt Verbandspräsidentin Ingeborg Neumann. Die Bekleidungsindustrie verzeichnete mit Minus 0,3% einen leichten Rückgang. Das eingebrochene Russlandgeschäft konnte laut Verband weitgehend durch Umsatzwachstum in anderen Regionen ausgeglichen werden.

Große Herausforderungen sieht Neumann 2016 in den weiter gestiegenen Strompreisen. Nahezu alle Unternehmen müssten die volle EEG-Umlage von 6,35 Cent je Kilowattstunde zahlen. Damit gehörten die Stromkosten in Deutschland weltweit zu den höchsten. Neumann sieht hier erhebliche Wettbewerbsnachteile und fordert erneut einen Systemwechsel für die Finanzierung der Energiewende.

02.03.2016Redakteur: Kirsten Reinhold
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