logo

Tom Tailor führt Selfie-Spiegel ein


Foto: Storecast
Foto: Storecast
Die Tom Tailor Group hat in ihren Stores in München, Frankfurt und Oldenburg einen digitalen Spiegel aufgestellt: Mit dem so genannten „Selfie Mirror“ können Kunden Outfit-Bilder und Videos direkt im Geschäft aufnehmen und sie über die sozialen Netzwerke verbreiten. Entwickelt wurde das Tool gemeinsam mit dem Hamburger Software-Entwicklungsunternehmen Storecast.

Im Rahmen der geltenden Gesetze erlaube es die neue Technologie, Daten der Nutzer zu sammeln, teilen Tom Tailor und Storecast mit. So könnten Kundenwünsche besser erfüllt werden. Zudem verschaffe der digitale Spiegel dem Einzelhandel Vorteile in der Vermarktung seiner Waren, da die Produkte über Social Media-Kanäle wie Facebook verbreitet würden.

Die Digitalisierung des POS ist derzeit ein großes Thema im Modehandel: Das Contemporary-Label Drykorn testete bereits im vergangenen Sommer den Virtual Dressing-Spiegel Moodboard im Kasseler Modehaus Köhler. Dabei werden Aufnahmen über das Bild des Spiegelbetrachters gelegt, so dass es aussieht, als ob der Kunde das Kleidungsstück in Sekundenschnelle angezogen hätte. Findet der Verbraucher Gefallen an einem Outfit, erfährt er via Screen, wo er das Teil im Geschäft oder Shopping-Center kaufen kann.

Viel diskutiert werden zudem virtuelle Ankleiden, die per RFID die anprobierte Kleidung erkennen und dazu passende Artikel vorschlagen. Getestet werden solche „intelligenten Umkleidekabinen“ derzeit unter anderem vom spanischen Inditex-Konzern und der Adler-Gruppe. Ziel ist es, den Kunden am POS digitale Einkaufserlebnisse zu bieten, die sie aus dem E-Commerce kennen.
09.03.2016Redakteur: Andrea Hackenberg
 Drucken