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Trigema wehrt sich gegen Facebook-Hetze


Foto: Trigema
Foto: Trigema
Eine Facebook-Werbeaktion zum Valentinstag endete für den baden-württembergischen Sport- und Freizeitbekleidungshersteller Trigema mit einer Flut von Hasskommentaren. Das Posting, das einen dunkelhäutigen Mann und eine hellhäutige Frau aus dem Mitarbeiterstab des Unternehmens hinter einem Herz verborgen zeigt, provozierte innerhalb weniger Stunden eine Vielzahl rassistischer Statements.

„Wir haben das sofort an Facebook gemeldet und die Kommentare auf unserer Seite verborgen“, so Bonita Grupp, Tochter des Firmeninhabers Wolfgang Grupp und bei Trigema zuständig für E-Commerce und Social Media. In einem weiteren Posting distanzierte sich das Unternehmen aus Burladingen zudem von jeder Form der Diskriminierung: „Wir stehen für Made in Germany und deshalb für eine Kultur, die so facettenreich ist wie Deutschland. Deshalb tolerieren wir weder auf Facebook, noch in unserer Betriebsfamilie Diskriminierung aufgrund von Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht oder Religion.“

Man habe sich beim Schalten des gesponserten Postings, das für alle 66.000 Trigema-Follower und deren Freunde auf Facebook sichtbar ist, nichts weiter gedacht, so Grupp. „Wir wollten nur ein verliebtes Paar aus unserem Mitarbeiterteam zeigen.“ Als Reaktion auf die Beschwerde sei von Facebook ein Standardschreiben gekommen, dann seien alle Hasskommentare gelöscht worden.

Für Trigema, seit 2009 in dem sozialen Netzwerk aktiv, ist es nach eigenen Angaben bereits das zweite Mal, dass ein Facebook-Betrag diskriminierende Äußerungen hervorruft: Ende September 2015 hatte das Unternehmen mitgeteilt, Flüchtlinge beschäftigen zu wollen – auch das habe zu Hasskommentaren geführt, so Grupp.

Das 1919 gegründete Familienunternehmen, das mit der kompletten Produktion seiner Kollektionen in Deutschland wirbt, beschäftigt derzeit 1200 Mitarbeiter – 25% davon haben einen Migrationshintergrund. Aktuell würden „drei männliche Flüchtlinge“ als Näher in der Konfektion beschäftigt, teilt Trigema mit.

17.02.2016Redakteur: Andrea Hackenberg

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