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USA treibt Exportwachstum der EU an


Die Vereinigten Staaten sind Wachstumstreiber für Exporte aus der EU: Im vergangenen Jahr wurden 16% mehr Textilien in die USA exportiert als noch 2014. Der Gesamtwert wurde damit auf 2,7 Mrd. Euro gesteigert. Noch stärker (3,1 Mrd. Euro, +21%) erhöhten sich die Bekleidungsexporte nach Übersee. Wachstumsgrund sei der für die Europa-Exporte günstige Wechselkurs, erklärte der europäische Textil- und Bekleidungsverband Euratex auf Basis der Zahlen des Textile and Clothing Information Centre (CITH). Insgesamt sind die Bekleidungs- und Texilexporte der EU in Länder außerhalb der Europäischen Union um 3,6% gestiegen.
 
Schwierig gestaltete sich das Geschäft in Osteuropa. Die Textilexporte nach Russland brachen im vergangenen Jahr um 27% auf 824 Mill. Euro ein. Auch Bekleidung verbuchte ein Minus von 29% auf 2,1 Mrd. Euro. Russland ist nach der Schweiz (3,4 Mrd. Euro, +2%) und den USA das drittstärkste Exportland für die EU, was Bekleidung betrifft. Auch der Bekleidungsexport in die Ukraine schrumpfte um 26% auf 302 Mill. Euro (Textilien: -1%, 538 Mill. Euro).

Auf Importseite ist nach wie vor kein Vorbeikommen an China: Textilien im Wert von 9,5 Mrd. Euro (+11%) führten die Chinesen in die EU ein. Bei der Bekleidung (30 Mrd. Euro) lag das Plus bei 6%. Die folgenden Plätze bei den Bekleidungsimporten belegen Bangladesch (13,7 Mrd. Euro, +24%) und die Türkei (9 Mrd. Euro, +2%). Die Produktionsländer Kambodscha (+31%, 3 Mrd. Euro), Vietnam (+26%, 2,8 Mrd. Euro) und Pakistan (+25%, 2,3 Mrd. Euro) sind auf Wachstumskurs. Die Importe aus Myanmar nahmen um 79% zu. Das Land schaffte es damit unter die Top 20-Bekleidungszulieferer der EU.

04.03.2016Redakteur: Anna Friedrich
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