Usbekische Aktivisten machen Druck
In Usbekistan rufen Aktivisten, allen voran eine usbekische Menschenrechts-Organisation, zu einem internationalen Boykott usbekischer Baumwolle und Textilien auf. Mit dem öffentlichen Aufruf soll die Regierung stärker unter Druck gesetzt werden, damit sie der Zwangs- und Kinderarbeit im Land endlich ein Ende setzt. „Ausländische Investoren und Partner der usbekischen Textilfirmen müssen die internationalen Menschenrechtsnormen einhalten und Druck auf die usbekische Regierung ausüben, die Menschenrechte zu achten“, heißt es in einer Erklärung. „Wir fordern die Europäische Union und die Vereinigten Staaten von Amerika auf, ihre Beziehungen mit usbekischen Textilhandelspartnern zu beenden“, heißt es weiter. Bislang sollen dem Aufruf 80 Textilunternehmen gefolgt sein – zu wenig, um entscheidenden Druck ausüben zu können, wie einheimische Medien berichten.
Jedes Jahr im Herbst werden in Usbekistan zwei Millionen Schüler, Studenten, Mitarbeiter von Unternehmen und Behörden zwei Monate lang zur Baumwoll-Ernte abkommandiert – ohne freien Tag. Der Staat verdient am Baumwoll-Export Schätzungen der usbekischen Menschenrechtsorganisation zufolge jährlich 1 Mrd. US-Dollar (778 Mill. Euro). Größter Abnehmer der usbekischen Baumwolle ist Pakistan.
Jedes Jahr im Herbst werden in Usbekistan zwei Millionen Schüler, Studenten, Mitarbeiter von Unternehmen und Behörden zwei Monate lang zur Baumwoll-Ernte abkommandiert – ohne freien Tag. Der Staat verdient am Baumwoll-Export Schätzungen der usbekischen Menschenrechtsorganisation zufolge jährlich 1 Mrd. US-Dollar (778 Mill. Euro). Größter Abnehmer der usbekischen Baumwolle ist Pakistan.



















