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VF Corporation: Schwacher Abschluss


Der US-Bekleidungskonzern VF Corporation hat seine Umsätze im Geschäftsjahr 2015 (Stichtag: 2.1.) um 1% auf 12,37 Mrd. Dollar (11,15 Mrd. Euro) erhöht. Währungsneutral wird ein Plus von 6% verbucht. Der Nettogewinn stieg um 18% auf 1,23 Mrd. Dollar. Für das vierte Quartal meldet die Gruppe aus Greensboro/North Carolina allerdings einen Umsatzrückgang von 5% auf 3,4 Mrd. Dollar, der vor allem aus dem höher bewerteten Dollar resultiert. Währungsbereinigt wird ein Plus von 1% berichtet.   

Besonders schwach war im Quartal die Sparte Contemporary Brands (7 for all Mankind) mit -19% auf 86 Mill. Dollar, gefolgt von Imagewear (Berufsbekleidung; -13% auf 259 Mill. Dollar).

Rückläufig waren mit -9% auf 196 Mill. USD auch die Erlöse mit Sportswear (Nautica, KiplingUS) und im Bereich Outdoor & Action Sports Coalition (u.a. The North Face, Timberland, Vans, Eastpak, Jeansport), der einen Rückgang von 3% auf 2,1 Mrd. USD ausweist. Das Segment Jeanswear (Wrangler, Lee, Rock & Republic) hat ein Minus von 2% auf 737 Mill. USD gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Obwohl VFC sein Auslandsgeschäft in den jeweiligen Landeswährungen um 4% steigern konnte, wurde auf Dollarbasis ein Umsatzrückgang von 6% verzeichnet. Dabei wurde nur in Asien mit plus 3% (währungsbereinigt plus 8%) Wachstum verzeichnet. In Europa sanken die Erlöse auf Dollarbasis um 9%, nachdem währungsbereinigt ein Plus von 2% erzielt wurde. In den Americas (Nord-, Mittel- und Südamerika) schrumpften die Erlöse um 8% (währungsbereinigt plus 7%).
Insgesamt trugen die internationalen Erlöse im Quartal mit 33% zum Konzernumsatz bei.

Auch die Retail-Erlöse waren im vierten Quartal mit -1% (währungsbereinigt plus 3%) rückläufig. Zum Ende des Geschäftsjahrs führte die Gruppe weltweit 1520 firmeneigene Stores und E-Commerce, die insgesamt 34% zum Konzernumsatz beitragen.
 
Der Zuwachs beim Nettogewinn im Gesamtjahr und im vierten Quartal basiert vor allem auf einer im Vergleich zum Vorjahr geringeren Wertminderung auf Goodwill und immaterielle Vermögenswerte im Zusammenhang mit Unternehmenszukäufen.  

Für das laufende Geschäftsjahr prognostiziert das Unternehmen ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereiche, wobei der Gewinn pro Aktie um rund 11% (währungsbereinigt 5%) gesteigert werden soll.
19.02.2016Redakteur: Ulrike Howe
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