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Van de Velde: CEO Van Doorselaere geht


Ignace Van Doorselaere
Ignace Van Doorselaere
Ignace Van Doorselaere, seit 2004 an der Spitze des niederländischen Wäschekonzerns Van de Velde, verlässt zum Jahresende das Unternehmen. „Ich habe das größtmögliche Vertrauen in den aktuellen strategischen Kurs der Firma“, so der CEO. Die Suche nach einem neuen CEO läuft. Bevor Van Doorselaere zu Van de Velde nach Schellebelle kam, war er unter anderem bei der belgischen Brauereigruppe Inbev als Executive Vice President für Westeuropa verantwortlich. Bei deren Holding Patrinvest sitzt er seit vier Jahren auch im Verwaltungsrat.

Van Doorselare hinterlässt ein florierendes Unternehmen: „Bereits 2014 war für uns ein Rekordjahr, 2015 war noch ein Stück besser“, heißt es im Geschäftsbericht, den die Niederländer gerade veröffentlicht haben. Demnach setzte Van de Velde 2015 (31.12.) 209 Mill. Euro um, ein Plus von 5,3%. Der operative Gewinn (Ebit) stieg um 8,3% auf 53,7 Mill. Euro. An die Anleger werden 41 Mill. Euro ausgeschüttet, 1,5% mehr als im Vorjahr.

Die weltweiten Wholesale-Umsätze wuchsen um 6% über die Segmente Lingerie und Beachwear. Das eigene Retail-Konzept Rigby & Peller wuchs in Europa um 5,8%, besonders Deutschland (+7,1%) sorgte für Wachstum. In den USA verlor Rigby & Peller - vormals Intimacy - allerdings fast 10% an Umsatz, bedingt durch den schwachen Dollar. Währungsbereinigt in Euro legten die Läden in Übersee um 7% zu.

Für 2016 erwartet Van de Velde ein ebenfalls starkes Jahr: Die Order für SS16 sei höher als die im Vorjahr, vor allem Swimwear habe viel Potenzial. Der größte Wachstumstreiber sei die Linie „Lingerie Styling“. Für alle Marken (Marie Jo, Primadonna, Andres Sarda, Lingerie Styling) wurde das Marketingbudget für das laufende Jahr angehoben.
25.02.2016Redakteur: Anna Friedrich
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