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Verdi: 4000 Karstadt-Jobs in Gefahr


Vom Arbeitsplatzabbau beim Warenhauskonzern Karstadt könnten nach Angaben der Gewerkschaft Verdi bis zu 4000 Mitarbeiter betroffen sein. Die von den Essenern angekündigte Streichung von 2000 Vollzeitstellen betreffe – wegen des hohen Teilzeitanteils – etwa 3000 Beschäftigte, so Verdi. Rechne man die 648 Stellen hinzu, die durch die Schließungen von Multi-Media-Abteilungen hinzukämen sowie das Nichtverlängern befristeter Arbeitsverträge, könnten 4000 Beschäftigte betroffen sein.

„Diese Zahl trifft natürlich nur zu, wenn Karstadt die Stellenstreichungen tatsächlich in vollem Umfang durchführt. Wir werden aber alles daran setzen, dass das nicht geschieht“, sagte ein Verdi-Sprecher. Um die angekündigte Neuausrichtung umzusetzen, benötige Karstadt jede Menge Mitarbeiter. „Neue Sortimente und Marken brauchen die Menschen, die Service und Beratung bieten können. Wir sehen den Investor in der Pflicht“, so der Verdi-Sprecher.
 
Unterdessen hält sich Karstadt mit einer Stellungnahme eher zurück. „Spekulationen, die nur dazu dienen sollen, Angst zu schüren, werden wir nicht unterstützen“, teilt das Unternehmen mit. Karstadt warte die Gespräche mit den Betriebsräten ab. „Wir nehmen die anstehenden Verhandlungen mit den Sozialpartnern sehr ernst und werden diesen Gesprächen nicht vorgreifen“, heißt es von den Essenern.

20.07.2012Redakteur: Anke Prokasky
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