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Viele Chefinnen im Handel

Branche in punkto Frauenanteil weit vorn


Der Anteil von Frauen in Führungspositionen ist im Einzelhandel überdurchschnittlich hoch. Wie aus Zahlen des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg, der Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hervorgeht, liegt der Frauenanteil bei den Führungspositionen der ersten Ebene im Einzelhandel bei 38%. In der gesamten Wirtschaft beträgt der Frauenanteil auf dieser Ebene dagegen nur 25%. Noch stärker ist das Gefälle eine Ebene darunter: Während auf der zweiten Führungsebene in der Branche 63% aller Chefs weiblich sind, sind es über alle Branchen hinweg 39%. Allerdings ist der Anteil der weiblichen Beschäftigten im Einzelhandel auch überdurchschnittlich hoch: Er liegt bei 68%, in der Wirtschaft insgesamt bei 43%.

Der Veröffentlichung des IAB zufolge wird der Handel in punkto Frauenanteil nur noch übertroffen vom Bereich Gesundheit/Erziehung und Unterricht: Dort besetzen Frauen 43% der Positionen auf der ersten und 72% der Positionen auf der zweiten Führungsebene bei einem Frauenanteil von insgesamt 76%. An dritter Stelle bzw. nach dem Einzelhandel folgt in der IAB-Statistik der Bereich „Gastgewerbe und sonstige Dienstleistungen“ mit 39% Frauenanteil an der Spitze und 51% auf der zweiten Führungsebene bzw. 60% insgesamt. Schlusslicht ist das Baugewerbe mit 7% bzw. 19% Frauen auf den Ebenen 1 und 2 sowie 15% insgesamt.

Laut Erhebungen des IAB hat sich der Anteil von Frauen, vor allem auf der ersten Führungsebene, in den vergangenen zehn Jahren kaum verändert. Als problematisch sei zu bewerten, „dass Frauen mit Führungsaufgaben gerade in Großbetrieben stark unterrepräsentiert“ seien. „Denn Führungspositionen in solchen Unternehmen haben eine größere Bedeutung als in Klein- und Mittelbetrieben, da sie mit mehr Einfluss und besseren Verdienstmöglichkeiten verbunden sind.“ Die öffentliche Debatte habe hier „nicht zu dem gewünschten Erfolg geführt“. Unternehmen sollten deshalb „bessere Voraussetzungen schaffen, um die zeitliche und räumliche Flexibilität von Beschäftigten“ zu erhöhen und Führungspositionen in Teilzeit zu schaffen. So könnten „inbesondere Personen mit Betreuungspflichten“ den beruflichen Aufstieg trotz familiärer Pflichten meistern. Bislang werde diese Möglichkeit allerdings selten genutzt, so das Institut: „Etwa jeder zehnte Betrieb der Privatwirtschaft hat Führungskräfte, die in Teilzeit arbeiten.“

02.02.2016Redakteur: Bettina Maurer

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