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Vietnam: Textilexporte legen kräftig zu


Bis 2020 will Vietnam zu den Top Fünf der Textil- und Bekleidungsexporteure gehören. Ziel sei es, die Exporte dieses Industriezweiges in den nächsten sieben Jahren auf einen Wert von 20 bis 22 Mrd. US-Dollar (15 bis 16,5 Mrd. Euro) zu steigern, schreibt der Informationsdienst Textile Intelligence in der Studie „Textile Outlook International“. Dies soll durch Spezialisierung und Modernisierung gelingen, gleichzeitig sollen soziale Standards durchgesetzt und der Umweltschutz im Land vorangebracht werden.

Der Studie zufolge konnte Vietnam zwischen 2005 und 2011 seine Textil- und Bekleidungsexporte von 4,8 auf 15,8 Mrd. Dollar mehr als verdreifachen. Dieses rasante Wachstum bekommt allerdings in den nächsten Jahren einen Dämpfer: Laut Textile Intelligence wird das Exportvolumen bis 2015 ersteinmal auf demselben Level bleiben, realistisch seien Exporte in Höhe von 14 bis 16 Mrd. Dollar. Begründung: das momentane Schwächeln der Wirtschaft in den USA und in Europa, den beiden Hauptmärkten Vietnams.

Um bis 2020 in die Liga der fünf größten Textil-Exporteure aufzusteigen und die Textil- und Bekleidungsindustrie als eine der landesweit wichtigsten Branchen zu stärken, hat die vietnamnesische Regierung Anreize geschaffen, die ausländische Direktinvestoren anlocken sollen. Zudem hat das Land Freihandelsabkommen mit einigen Ländern (Australien, Neuseeland, Indien, Japan und Südkorea) geschlossen und ist Mitglied in der Vereinigung südostasiatischer Staaten (ASEAN) geworden. Auch mit Europa laufen Verhandlungen zu einem Freihandelsabkommen.

17.01.2013Redakteur: Janine Damm

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