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Wöhrl: Chefeinkäuferin Riehl geht


Bei Wöhrl dreht sich das Personalkarussell. Gleich zwei wichtige Posten muss Vorstandschef Olivier Wöhrl neu besetzen. Elke Riehl, Chefeinkäuferin für DOB, verlässt den Nürnberger Filialisten zum Jahresende. Sie wird 2013 bei Lodenfrey in München die neu geschaffene Position der Verkaufs- und Bereichsleiterin Damenmode übernehmen und den geschäftsführenden Gesellschafter Markus Höhn entlasten. Bei Wöhrl wird die Entscheidung von Riehl „außerordentlich bedauert“. Die Nachfolge ist noch nicht entschieden.
 
Riehl war, ebenso wie Lisa Strache, von P&C Düsseldorf in der Ära des Vorstandsvorsitzenden Marcus Kossendey (2010/11) zu Wöhrl gewechselt. Strache hat Ende August aus privaten Gründen ihre Position als Verantwortliche für den Bereich Strick/Wirk in der DOB verlassen. Bei S.Oliver in Rottendorf wird sie Creative Buyer in der Damenmode. Straches Aufgaben hat Wöhrl intern aus dem Team mit Sandra Tilly besetzt.
 
Von weiteren größeren personellen Veränderungen will man bei Wöhrl nichts wissen. Vermutungen, dass der Weggang von Elke Riehl mit einer Veränderung der Sortimentsstrategie zu tun hat – wieder weniger modische Labels – widerspricht Olivier Wöhrl. „Es gibt keine generellen Umstellungen oder Auslistungen. Wir gehen, wie angekündigt, sehr auf die Marken-Potenziale der einzelnen Standorte ein. Und wir sind ständig in Kontakt mit Marken, die sich weiterentwickelt haben“, so der Chef.
 
Das neue Haus in Ingolstadts Westpark, das mit 7000m² als Pilot für den „neuen Wöhrl“ gilt, entwickle sich hervorragend. Der dortige Geschäftsleiter Enrico Baumbach (33) rückt auf: Er übernimmt das Nürnberger Flaggschiff mit 17.000m² Verkaufsfläche. Vorgängerin Sonja Heidemann wird bis zum Mutterschutz die Filiale in Ingolstadt leiten. Wer dann das Haus führen soll, wird noch nicht kommuniziert.
 
Insgesamt läuft das Geschäft der Gruppe laut Olivier Wöhrl „branchenkonform“. Im August gab es ein kleines Plus und von Mai bis Ende August liege der Umsatz flächenbereinigt auf dem Niveau des Vorjahres. Zahlen für das Geschäftsjahr 2011/12 (31. März) werden immer noch nicht genannt. Im Jahr zuvor waren es 346 Mill. Euro.

06.09.2012Redakteur: Renate Platen
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