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Zalando gibt seine Luxussparte auf


Zalando will sein Luxusportal Emeza einstellen und den eigenständigen Auftritt seiner Eigenmarke Kiomo aufgeben. Wie die TextilWirtschaft aus dem Umfeld des Berliner Onlinehändlers erfuhr, sollen Aufwand und Ergebnis in einem allzu schlechten Verhältnis gestanden haben. Ein Unternehmenssprecher wollte sich dazu nicht äußern.

Bemerkenswert ist vor allem das schnelle Ende von Emeza. Erst im Frühjahr hatte Zalando das Edel-Produkt gestartet, um Premiummarken im Angebot des Unternehmens zu halten, die sich auf Zalando nur bedingt wohlfühlten. Das Angebot allerdings war überschaubar, die Top-Marken drängelten sich nicht gerade auf der Seite. Auch die Hoffnung, mit jungen Top-Marken Umsätze zu erzielen, erfüllte sich offenbar nicht. Beobachter hatten schnell den Eindruck, dass Zalando das Projekt Premium nicht mit voller Kraft betreibt.

Kiomi, das zu den erfolgreichsten Markenkreationen der Berliner gehört, dürfte als Eigenmarke weiter bestehen bleiben, soll aber keinen eigenen Shop mehr haben. Es gibt die Produkte künftig wieder ausschließlich über die Zalando-Seite. Nach Informationen der TextilWirtschaft werden die meisten betroffenen Mitarbeiter auf andere Zalando-Projekte verteilt, einige allerdings wollen das Unternehmen offenbar verlassen.

Beobachter werten das plötzliche Ende der Projekte Emeza und Kiomi auch als Hinweis darauf, dass Zalando seine Bemühungen intensiviert, endlich in die schwarzen Zahlen zu kommen. Das 2008 gegründete Unternehmen schreibt noch immer Verluste. 2012 lag der Umsatz bei 1,15 Mrd. Euro in 14 Ländern.
10.12.2013Redakteur: Hagen Seidel

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