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Zalando macht Outfittery Konkurrenz


Zalando will nicht länger warten, bis die Kunden Mode von der Website bestellen: Ab Frühjahr 2015 wird der Berliner Onlinehändler seinen Kunden in Deutschland selber individuelle Outfit-Vorschläge machen. Das soll für den nächsten großen Umsatzschub sorgen. Damit macht das börsennotierte Unternehmen Curated Shopping-Anbietern wie Modomoto oder Outfittery - das von zwei ehemaligen Zalando-Mitarbeiterinnen betrieben wird - Konkurrenz. Zalando wird allerdings - anders als Outfittery oder Modomoto - auch Frauen anziehen. Dieser Markt gilt für Curated Shopping als besonders herausfordernd, allerdings ist er auch deutlich größer als der für Menswear.

Mutmaßlich im März oder April soll der Zalando-Ableger starten, zunächst mit einem Team von 30 bis 40 Stylistinnen oder Stylisten, die die Kunden beraten. Die Mitarbeitersuche läuft bereits, bestätigte ein Sprecher. Auf Dauer ist die Ausweitung auf andere Zalando-Märkte im europäischen Ausland geplant.

„Unsere Markttests haben bestätigt, dass sehr viele Kunden diese Beratung wollen“, erklärte ein Sprecher des Onlinehändlers. Details nannte er nicht. Offenbar sind viele Fragen noch offen - nach Art des Hauses wird vieles kurzfristrig entschieden. „Das wird ein Start-up im Start-up mit hoher Unabhängigkeit, ähnlich wie Zalando Lounge“, hieß es.

Der Curated Shopping-Anbieter wird vom ersten Tag an auf das gesamte Zalando-Sortiment von rund 150.000 Produkten von 1500 Marken zurückgreifen können. Insgesamt hat Zalando derzeit 14 Millionen Kunden in Europa. In der Berliner Zentrale rechnet man mit hohen Umsatzchancen für das neue Produkt.

Mit dem Schritt dürfte Zalando auch andere Online-Größen unter Druck setzen, über ähnliche Angebote nachzudenken.
11.12.2014Redakteur: Hagen Seidel

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