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Zalando wandelt die Rechtsform um


Den Online-Händler Zalando zieht es offenbar an die Börse. Das Unternehmen gab am Mittwoch bekannt, dass die Umwandlung der Rechtsform von einer GmbH in die Zalando AG zur Eintragung ins Handelsregister eingereicht wurde. Diese Umwandlung sei „ein lang geplanter Schritt in Richtung einer Unternehmensstruktur, die der Größe des Unternehmens gerecht werde", wird nun mitgeteilt. Der Schritt ermögliche Zalando die Flexibilität, die für weiteres Wachstum und die künftige Entwicklung des Unternehmens notwendig sei. 

Über einen damit möglicherweise vorbereiteten Börsengang wird konkret noch nichts gesagt. Zuvor hatte Zalando-Geschäftsführer David Schneider über entsprechende Spekulationen in Finanzkreisen im TW-Gespräch noch gesagt, da werde „einiges überinterpretiert″. 

David Schneider
David Schneider
Unterdessen will Zalando ohne sein Luxusportal Emeza im Geschäft mit den Top-Modemarken mitmischen. „Wir werden mit dem kommenden Kollektionswechsel Emeza abschalten und gleichzeitig einen sehr stark überarbeiteten und verbesserten Premiumstore auf Zalando starten. Das ist weiterhin ein sehr interessantes Segment für uns“, sagte Schneider, der auch einer der Gründer des Berliner Onlinehändlers ist, im Gespräch mit der TextilWirtschaft. Er bestätigte damit die Meldung der TW, nach der Emeza eingestellt und der eigenständige Auftritt der Eigenmarke Kiomi beendet wird. Emeza war erst im Frühjahr gestartet worden.

Details über den künftigen Premiumshop nannte Schneider noch nicht. Die Warenpräsentation dort werde „deutlich besser aussehen“ als bisher, kündigte er an. Über das Konzept habe Zalando auch mit Vertretern von Marken wie Hugo Boss gesprochen. Insbesondere die Metzinger schienen zuletzt wenig Freude an Zalando zu haben.

Laut Schneider seien sowohl Emeza als auch Kiomi durchaus gut gestartet. „Aber wir haben gemerkt, dass es sehr viel Ressourcen und Zeit braucht, diese beiden Marken so zu entwickeln, wie wir uns das vorstellen.“ Stattdessen sollen jetzt alle Ressourcen auf die Marke Zalando geworfen werfen, der sich noch sehr viele Entwicklungsmöglichkeiten böten. Den Mitgliedern des rund 20 Personen starken Kernteams von Emeza würden neue Projekte innerhalb des Hauses angeboten.

Beim Dienstleister zVentures allerdings haben rund 25 Mitarbeiter die Kündigung bekommen. Das Unternehmen hatte für Emeza die Produktfotos bearbeitet und auf die Seite gestellt. Die betroffenen Mitarbeiter hätten die Möglichkeit, sich für Jobs bei Zalando zu bewerben, sagte ein Sprecher des Berliner Versenders auf Anfrage: „Wir hoffen, dass sich viele bewerben werden." 
   
Die Eigenmarkenstrategie von Zalando bleibt Schneider zufolge unverändert. Auch für Kiomi würden weiterhin Produkte entwickelt, die künftig allerdings wieder über Zalando und nicht mehr über die eigene Kiomi-Seite vertrieben würden.

Das Weihnachtsgeschäft laufe „besser als im Vorjahr“, sagte Schneider. Dass Zalando in diesem Jahr die Umsatzgrenze von zwei Mrd. Euro überschreiten könnte, sei jedoch „nicht in Sicht“. 2012 setzte das Unternehmen, das noch immer rote Zahlen schreibt, 1,15 Mrd. Euro um.
11.12.2013Redakteur: TextilWirtschaft online

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