TW logo

Zalando verkauft Topshop und Topman


Zalando arbeitet an seiner Fashion-Kompetenz: Ab September wird der Berliner Onlinehändler mit Topshop und Topman zwei bei den jungen Käufern besonders hoch gehandelte Labels auf seinen Seiten anbieten. „Topshop und Topman passen extrem gut zu unserer modisch orientierten Kundschaft“, sagte Zalando-Geschäftsführer David Schneider der TextilWirtschaft. Bisher sei es für Fans der Marke in Kontinentaleuropa „eher schwierig gewesen, an die Produkte heranzukommen“, so Schneider.

In Deutschland gibt es Topshop in einigen Karstadt-Filialen, Topman wird seit einigen Saisons im Wholesale vertrieben, auch der Hamburger Versender Frontlineshop hat die modische Kollektion im Sortiment. Außerdem gibt es einen deutschen Onlineshop, bei Bestellungen fallen allerdings Versandkosten an. Bei Zalando werde das nicht der Fall sein. Wie viele verschiedene Produkte der Marken es bei Zalando geben wird, sagte Schneider nicht, er sprach lediglich von einem „signifikanten Anteil“ des Sortimentes der beiden Spitzen-Marken der britischen Arcadia Group.

Das Angebot soll alle zwei Wochen aktualisiert werden. Schneider betonte die „sehr enge Zusammenarbeit“ beider Partner bei der Vorbereitung des Projektes, „um das Erlebnis der Marken richtig herüberzubringen“. Was wohl bedeuten dürfte, dass man sich im Vorfeld etwas mehr Zeit genommen hat als sonst schon mal im Hause Zalando üblich. Die britischen Labels sollen zunächst in Zalando-Kernmärkten wie Deutschland, Frankreich, Holland, Italien und der Schweiz starten - nicht jedoch in Großbritannien.

Im Vorfeld sei ein großer Launch geplant, in den auch internationale Blogger einbezogen würden. Schneider kündigte - ohne Namen zu nennen - an, dass Zalando zur Herbst/Winter-Kollektion weitere sehr modische neue Labels auf seinen Seiten anbieten werde. „Da ist noch einiges in der Pipeline. Wir wollen bei den kleinen, upcoming Brands ganz weit vorne sein“, so Schneider. Das passt in die mittelfristige Strategie des Berliner Unternehmens, nicht mehr nur als großer Onlinehändler, sondern zunehmend als kompetenter Fashionanbieter im Netz wahrgenommen zu werden.
28.07.2014Redakteur: Hagen Seidel
 Drucken