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Zürcher entscheiden über Ladenschluss


Die Bürger des Kantons Zürichs stimmen am kommenden Sonntag über die vollständige Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten ab. Aufgerufen hat dazu die Volksinitiative „Der Kunde ist König“, hinter der die Freisinnig- Demokratische Partei (FDP) der Schweiz steht. Unterstützt wird die Initiative von der Schweizer Volkspartei (SVP), von Vertretern der Tourismusbranche, des Gewerbes und der Konsumenten. Auch der Einzelhandel würde die Liberalisierung begrüßen, heißt es. Aktuell sind die Läden in Zürich wochentags bis 20 Uhr geöffnet. Bahnhöfe haben auch sonntags bis 20Uhr offen.

Die Initiative will, dass alle einschränkenden Bestimmungen entfallen und auch feiertags und sonntags geöffnet werden kann. Die Läden können, müssen aber nicht rund um die Uhr geöffnet haben, heißt es bei der FDP. Argumentiert wird, dass sich die Konsumgewohnheiten gewandelt hätten, durch Veränderungen am Arbeitsplatz und beim Freizeitverhalten. Flexible Öffnungszeiten seien auch ein Mittel, um den Einkaufstourismus ins Ausland zu reduzieren. Zürich solle mit internationalen Metropolen wie Berlin, London, Mailand und Paris mithalten können.

Die Züricher Regierung allerdings lehnt den Vorstoß ab. Die Liberalisierung auf kantonaler Ebene bleibe wirkungslos, solange das Bundesgesetz, das den Arbeitnehmerschutz regelt, nicht entsprechend geändert werde.

12.06.2012Redakteur: Renate Platen
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