Kreative Pause gefällig beim Messebesuch? In der Haupstadt locken wieder zahlreiche neu eröffnete Modeläden zum Store-Check. Wer Inspirationen sucht, muss in diesem Sommer noch nicht einmal allzu weite Wege gehen. Denn Mitte ist längst noch nicht abgegrast. Viele Hot Spots des Sommers finden sich rund um Alte Schönhauser und Münzstraße. Zu sehen ist dort unter anderem, wie Onlinehändler offline agieren und wie Brillen alles andere als nüchtern präsentiert werden können. In Kreuzberg macht Folkdays vor, wie Nachhaltigkeit und Design zusammen passen. Sechs insprierende Neuentdeckungen dieses Frühjahrs.

Gallery: April First



April First. Klein, aber sehr fein. Die Designerin Carolin Dunkel bietet  auf 60m² eine liebevoll kuratierte Auswahl an Mode und Interieur als bewussten Gegenpol zum „unpersönlichen Onlineshopping, für den direkten Kontakt zwischen Berater und Kunden, der schöne und wertvolle Dinge sehen, fühlen und erleben muss“, wie sie es formuliert. Dafür hat sie eine ehemalige jüdische Bäckerei innerhalb von sechs Monaten komplett renoviert und mit Eichenparkett, altrosé-farbigen Wänden, braunem Marmor, Messing und Palmentapeten ein französisches Flair à la Marais geschaffen.
Mitte, Auguststraße 77

Gallery: Folkdays



Folkdays. Hauptstadt, fair. Das Berliner Fair Fashion-Label Folkdays hat seinen ersten eigenen Store eröffnet. Der 50m² große Laden in Kreuzberg bildet das ganze Sortiment an Schmuck, Accessoires, Kleidung und Interior-Produkten ab. Daneben soll es künftig auch Raum für Kooperationen und Veranstaltungen rund um das Thema Nachhaltigkeit, Design und Social Consciousness bieten. Das Store-Konzept wurde von der Interior-Designerin Ruth Bartlett entwickelt und überzeugt mit originellen, cleanen Warenträgern und einem bunten Boden aus Zementfliesen.
Kreuzberg, Manteuffelstraße 19

Gallery: Mister Spex in Berlin



Mister Spex. Online macht's offline. Mister Spex, bisher als reiner Online-Optiker aufgestellt, hat im Erdgeschoss des Shoppingcenters Alexa den ersten stationären Store eröffnet. Eine klare Struktur und eine transparente Raumführung soll die Kunden durch den 150m² großen Laden leiten. Im Mittelpunkt der kreativen Entwicklung habe die Beantwortung der Frage, wie sich Online-Prozesse offline in den stationären Handel übertragen lassen gestanden, heißt es. Verantwortlich für die Konzeption zeichnete das Team von Dan Pearlman, Berlin.
Mitte, Alexa Shoppingcenter, Grunerstraße 20

Gallery: Sunspel, Berlin

Sunspel. Neuer Magnet. Die britische Traditionsmarke Sunspel hat kürzlich ihren ersten Laden in Kontinentaleuropa eröffnet. Verkauft wird die Männermode-Linie sowie ausgewählte Teile der DOB-Kollektion. Die Anforderungen an das Ladendesign im Shopping-Mekka Alte Schönhauser Straße waren hoch. Deutsche Eiche trifft englische Esche, lautet die Formel, die die Agentur für Markenarchitektur Brand Architecture dabei angewendet hat.  Eine spezielle Holzkonstruktion wurde so konzipiert, dass sie als Kleiderstange genauso funktioniert wie als stilvoller Rahmen für Bilder und Fotografien.
Mitte, Alte Schönhauser Straße 41

Gallery: Ace&Tate

Ace & Tate. Brille, stylisch. Das Brillen-Label Ace & Tate traut sich. Nach einer Pop-up Fläche im Voo Store haben die Niederländer jetzt in der Alte Schönhauser Straße ihren ersten Flagship Store in Deutschland eröffnet. Gemeinsam mit dem Berliner Studio New Tendency wurde ein cleanes, minimalistisches Interior geschaffen. Riesige Holzrahmen vor rohen Betonwänden funktionieren als Warenträger und sind ein Element, das sich im gesamten Store Design immer wieder findet.
Mitte, Alte Schönhauser Straße 42

Gallery: Edited in Berlin



Edited, Berlin. Offline, der zweite. Der zur Otto Group gehörende Online-Retailer Edited ist offenbar auf den Geschmack am Offline-Business gekommen. Nach Hamburg hat im Frühjahr in der Hauptstadt der zweite Laden eröffnet. Für das Store-Design zeichnet ein Inhouse-Team verantwortlich. Wie bereits im Hamburger Flagship dominieren weiße, glattgestrichene Wände und Böden den Verkaufsraum. Marmortische mit filigranen Gestellen und Kuben in Naturfarben unterstreichen den minimalistischen Appeal.
Mitte, Münzstraße 22