Die Bread & Butter war immer ein Garant für außergewöhnliche Standpräsentationen. In der Masse der Aussteller war es wichtig, aufzufallen. Auf den anderen Messen stand bisher meist das Produkt im Mittelpunkt, ohne viel Schnickschnack. Auch auf der Panorama fand sich nur hin und wieder mal ein spannender Stand. Das hat sich in diesem Jahr deutlich geändert. Die Panorama löst die Bread & Butter in Sachen aufwendige Präsentationen ab. Mittlerweile gibt es hier inspirierende, spannende oder besonders kreative Stände. Das sind unsere Top 5:

1. Bianca. Einfach aber wirkungsvoll – so könnte man die Standpräsentation von Bianca bezeichnen. Weiße Stühle sind das simple Dekoelement. Zu Pyramiden aufgetürmt, bilden sie den Hintergrund für die Kollektion. Der Stand, an einer Ecke positioniert, wird so zum Hingucker. Ständig kann man Besucher beobachten, die die einfache, aber trotzdem wirkungsvolle Deko fotografieren. Die Stühle finden sich außerdem auf Werbe-Plakatwänden, die auch auf der Messe hängen und in der aktuellen Anzeigenkampagne wieder.

2. Fraas. Die eigene Kompetenz als Weber darstellen, das hat Fraas mit seiner Stand-Präsentation auf der Panorama geschafft. An Kettbäumen, die aus den tatsächlichen Produktionshallen im fränkischen Wüstenselbitz stammen, wurden bunte Fäden über den kompletten Stand gespannt. An den Rückwänden hängen zudem Collagen, wo unter anderem auch die Köpfe der Distel als Dekoelement verwendet werden. Diese haben für Fraas eine wichtige Bedeutung, denn sie werden zum Kämmen des feinen Kaschmirs benutzt. Die Distel findet sich deswegen auch im Fraas-Logo.


3. Marc Cain. Zum wiederholten Male hat Marc Cain mit seiner Präsentation auf der Panorama mehr als überzeugt. Nachdem im letzten Jahr noch ein bunter, verspielter Zirkus das Thema war, setzt man in diesem Jahr auf die kühle Ästhetik einer Lagerhalle. In weißen Gitterkäfigen türmen sich Kleiderbügel hinter Neonröhren. In der Mitte des Standes laufen Kleidersäcke an einem Laufband im Kreis. Die Kollektion hängt an Bügeln zwischen den Gittern oder wird an Figuren präsentiert, die lässig zwischen den Gitterkäfigen sitzen. Am Eingangsbereich ist zudem eine große Anzeigentafel mit digitaler Stückzahlangabe angebracht.

4. Dreimaster. Alle Mann an Bord! Dieses Gefühl stellt sich beim Betreten des Dreimaster-Standes ein. Schon im Eingangsbereich wird man von einer maritimen Deko begrüßt. Im Innern dann überall antike Globusse, dicke Seile, Kompasse und Anker. An der Rückwand prangte ein riesiger schwarzer Dreimaster. Um die Wetterfestigkeit der Regenjacken unter Beweis zu stellen, wurden sie in einer Regen- und einer Schneekammer ständig beregnet bzw. beschneit.

5. Madonna. Der Stand erinnerte an die Fotoshootings der Boulevardpresse bei großen Events. Rückwand mit Madonna-Logo, großer Schirmblitz, Make up-Artist, roter (bzw. pinker) Teppich und ein Fotograf. Ganz vorne ein Model, das sich in Szene setzt. Vor allem die Damen blieben an diesem Stand stehen. Manche hofften wohl auf ein eigenes Foto, andere waren schlicht fasziniert von der Shooting-Atmosphäre. Das Blitzlicht und das Klicken der Kamera waren außerdem schon von weitem wahrzunehmen. Ein zusätzlicher Magnet.