Die Fashion Week findet auch im Fenster statt. Zumindest teilweise. Bei P&C und KaDeWe war sie Inspirationsquelle Nummer 1 fürs aktuelle Visual Merchandising. Ansonsten existiert auch in der Hauptstadt der zu diesem Saisonzeitpunkt übliche Mix aus Alt und Neu bzw. Sommer und Herbst.  Ein Blick in die Schaufenster des Berliner Modehandels.

Schaufenster: Peek&Cloppenburgs Talent-Pool



P&C. Sprungbrett, Startblock – was liegt näher, um einen Nachwuchspreis zu symbolisieren? Bereits zum neunten Mal hat P&C Düsseldorf seinen Designer for Tomorrow Award veranstaltet und entsprechend publikumswirksam in seinen Weltstadthäusern inszeniert. Beim Anblick der Schaufenster fühlt man sich unmittelbar ins städtische Hallenbad versetzt. Mit nüchternen weißen Kacheln, schlichten Startblöcken, Mini-Sprungturm und verchromten Badeleitern. Schirmherr Alber Elbaz und die fünf Finalisten sind nicht nur auf den Startpodesten im Schaufenstern zu sehen, sondern auf großen Leucht-Displays auf allen Etagen.

Gallery: KaDeWe



KaDeWe. Under Construction. Der Top Berliner Department Store baut um. Schaufenster sind deshalb nur eingeschränkt verfügbar. Die Bühne für den Berliner Mode Salon in Kooperation mit der deutschen Vogue ist zumindest außen klein in diesem Jahr. Im großen Eckfenster spielt das VM-Team des Hauses mit dem Thema Baustelle. Eine Konstruktion aus Spanholz und Wellblech bietet den Rahmen für die Kreationen der bei dem Event vertretenen Designer.

Gallery: Zero



Zero. Bunt zusammengewürfelt. Zero hat für die Gestaltung seiner Schaufenster in der Mall of Berlin mit der Hamburger Akademie JAK kooperiert und einen Wettbewerb für die Studenten der Fachrichtung Visual Merchandising ausgeschrieben. Der Gewinner-Entwurf von Georgios Karpusidis ist seit Beginn der Fashion Week und noch bis Mitte August zu sehen. Getreu dem Motto „Graffiti Cubes“ wurden verschieden große Würfel bunt besprüht und zu skulpturenartigen Gebilden arrangiert.

Gallery: Max Mara



Max Mara. Sale, kreativ. The Sale Wave, Dive into Sale – das ist das Motto für die Sommerschlussverkaufs-Fenster von Max Mara. Entsprechend maritim die Gestaltung: mit dicken stilisierten Ankerketten, Tauen und originellen Quallen. Die übrigen Fenster sind bereits der neuen Kollektion gewidmet – und einer Handtasche. Anlässlich der Neueröffnung des von ihm gestalteten New Yorker Whitney Museums hat Star-Architekt Renzo Piano sie für Max Mara entworfen. Die Whitney Bag mutet entsprechend architektonisch an und wird dazu passend zwischen geometrischen Formen und in einer Art offenem Kasten präsentiert.

Gallery: Bogner



Bogner. Herbstzeitlose. Diese Schaufenster verströmen schon eine gewisse Herbstlichkeit. Einerseits gestaltet wie eine gemütliche Lounge-Ecke mit obligatorischem Eames Lounge-Chair, Fell und Büchern auf dem Boden. Zum Zuhausebleiben. Andererseits zum Rausgehen, mit einer schlichten Parkbank und Bogner-Graffiti.