Messegänge rauf, Messegänge runter – wer auf den Berliner Messen unterwegs ist, dessen Auge kann leicht müde werden vom Stände-Einerlei. Doch es gibt auch gelungene Abwechslung zwischen Kleiderstangen-Paraden. Vor allem auf den großen Messen wie der Panorama finden sich Inspirationen in Sachen Präsentation. Andernorts blieb weniger Zeit für Messebau. Dass das nicht unbedingt ein Nachteil sein muss, zeigt eine gelungene Last Minute-Lösung auf der neuen KOB-Messe Cookies. Dabei gilt für Messestände, was auch für stationäre Läden gilt: Sie müssen Kunden anziehen, ein Erlebnis bieten und Emotionen wecken. Das sind die Top 3 Standpräsentationen:

Gallery: Oui

Oui. Hell, klar, minimalistisch – der Messeauftritt von Oui auf der Panorama stach schon von weitem ins Auge. Das Label setzte mit der Präsentation auf der Panorama auf Eigenschaften, die auch für die Kollektion gelten: Skandi-Chic trifft Leichtigkeit. Der relativ große Stand war zu drei Seiten hin offen und wurde rechts und links nur von großen, weißen Ballons eingerahmt. Moderne Sitzgelegenheiten aus stylischem Sichtbeton luden Messebesucher zu einer Pause auf dem Oui-Stand ein. Wer mochte, konnte dazu einen Frozen Joghurt mit Heidelbeeren genießen. Auf dem komplett in Weiß gehaltenen Stand hoben sich einzig die Produkte auf den minimalistischen Kleiderstangen farblich ab. Zweites Farbelement waren blaue Punkte, die sich auf einigen Ballons, Kissen und in Form von blauen Heidelbeeren auf weißem Joghurt-Eis wiederfanden.


Gallery: Jaques Britt

Jaques Britt. Neugier wecken, exklusiv sein. Das Label Jaques Britt spielte auf dem diesjährigen Messestand auf der Panorama mit genau diesen Assoziationen. Denn der Messestand glich einem Tresor, in dessen Inneren die heiße Ware erkundet werden konnte. Vorne zierten ein kupferfarbenes Rad und Stäbe aus Kupfer den Tresor aus dunklem Holz. Außerdem wurden zwei Hemden in Glaskasten präsentiert – so wie sonst teure Schmuckstücke in einem Schmuckgeschäft. Im Innern des Tresors wurde nur eine kleine Auswahl an Produkten den Messebesuchern präsentiert. Die gesamte Kollektion konnten Interessenten auf einem Touchscreen vor dem Tresor kennenlernen.


Gallery: Junk Food

Junk Food. Einfach aber effektiv. Dem Label Junk Food blieben nur wenige Wochen Zeit, um den Messeauftritt auf der in diesem Jahr zum ersten Mal stattfindenden KOB-Messe Cookies zu planen. Doch während sich fast alle anderen Aussteller mit einer unspektakulären Fläche mit Kleiderstangen begnügten, setzte Junk Food auf einen imposanten Truck. Dieser Truck ist typisch für die USA und unterstreicht so die CI des Labels Junk Food, das aus den Staaten stammt. Eine Treppe führte hinauf auf die Ladefläche des Trucks, wo die aktuelle Kollektion präsentiert wurde. Durch transparente Wände war die Ware aber auch von außen gut zu sehen. Der riesige Truck mit silbernem Führerhaus war Blickfang in der großen Halle und gab zudem ein gutes Fotomotiv ab. Die perfekte Lastminute-Lösung.