Ware aufmerksamkeitsstart zu inszenieren, geht auch über außergewöhnliche Warenträger. Raumfüllende Displays, die gleichzeitig als Deko-Element dienen, sind dabei ebenso oft anzutreffen, wie filigrane Kleiderstangen und Gerüstkonstruktionen. Auch Metall kommt in allen seinen Facetten zum Einsatz, von Messing über Kupfer bis hin zu chromatiertem Stahl. Flexible Lösungen gewinnen weiter an Bedeutung, aber auch alte Bekannte wie Marmor und Holz haben ihren großen Auftritt als Podest oder Gerüst. Das sind die Top 15 Display-Lösungen:

Chanel, Rom. Luxus-Gerüst. Bei Chanel in Rom fungieren schwarze Drahtgestelle als Eyecatcher und Display zugleich. In den Metallgerüsten wird Liege- und Hängeware gekonnt in Szene gesetzt. Die eingerahmten Deckenleuchten und Präsentationstische machen das Konzept perfekt.

Mardou & Dean, Oslo. Trend-Material. Schlicht, sehr schlicht ist der Vorlagetisch im Store von Mardou & Dean. Ein dicker Quader. Besonders wird er durch seine Oberfläche aus Kupfer, seit einigen Saisons eines der Trendmaterialien schlechthin, ob im Interior oder im Store Design.

Kräutler, Götzis. Im Kasten. Total Looks aufmerksamkeitsstark und klar präsentieren, das gehört zu den wichtigsten Aufgaben im Visual Merchandising. Im österreichischen Multilabel-Haus Kräutler wurden dazu hölzerne Präsentationsboxen installiert mit Möglichkeiten zum Hängen, Stellen und Legen.

ETQ, Amsterdam. Hinter Gittern. Kleiderstange und Accessoires-Regal in einem. Eine filigrane, weiße Metallkonstruktion erstreckt sich im Store des Amsterdamer Labels ETQ über eine komplette Wand. In einem weißen Gitterkubus wird weitere Ware präsentiert.

Echter, Weilheim. Sportlich, sportlich. Eine originelle Idee zur Präsentation von Aktiv-Sportbekleidung und Sportswear ist bei Echter in Weilheim zu sehen. Dort wurde kurzerhand eine Bank, wie man sie aus Turnhallen-Umkleiden kennt, zum Warenträger umfunktioniert.

Dover Street Market, London. Im Stangenwald. Eine ungewöhnliche Deckenkonstuktion rückt Hängeware in den Fokus. Diese wird an rechtwinkligen Metallstangen, die an der Decke angebracht sind, präsentiert. Hängende Stäbe, zum Teil mit Lampen versehen, bringen zusätzlich Spannung in die Installation.

Harvey Nichols, Birmingham. Imposant. Auf ein riesiges Drahtregal, das die gesamte Deckenhöhe des Stores ausnutzt, setzt Harvey Nichols in seiner neu eröffneten Dependance in Birmingham. Und noch ein weiteres Trendthema wird dabei eingesetzt: Leuchtstoff-Röhren.

Mulberry, Paris. Marmor-Möbel. Kein Store-Konzept ohne Marmor, der Stein ist das Trend-Material schlechthin, wenigstens im High Fashion-Segment. Die Präsentationstische bei Mulberry überzeugen mit ihre gekonnten Kombination vom Marmor und Metall. So wirkt das harte Material feminin und fast schon zart.

Cabane de Zucca, Tokio. Alles aus einem Guss. Jo Nagasaka von Schemata Architects hat für den Laden des japanische Labels ein geometrisches Gerüst aus Chromstahl entworfen, das den ganzen Laden ausfüllt und so das Innendesign bestimmt. Das Gerüst dient als Kleiderstange, bietet aber auch Platz für Liegeware.

Mensing, Bottrop. Lokalkolorit. Ruhrpott durch und durch – das ist der umgebautet Store von Mensing in Bottrop. Auf jeder Fläche und in jeder Ecke finden sich Bezüge zur Region und zum Bergbau.

Sprezzatura, Paris. Stahl-Skultpur. Eine einfache Stahlkonstruktion ist Warenträger und Deko-Element zugleich. Das Gerüst füllt den ganzen Laden aus und schmückt die Fläche gleichzeitig. Die Kleiderstange der Zukunft.

La Boutique les Bains, Paris. Aus einem Holz geschnitzt. Der Rahmen, der einem Schiffsbauch ähnelt, gibt dem Laden Struktur, dient aber auch als Kleiderstange. Auf kleinen Holz-Flächen kann Legeware präsentiert werden.

Armani, Rom. Messing pur. Besondere Abendroben bekommen, gerahmt wie Kunstwerke, bei Armani ihren großen Auftritt. Die Rahmen können beliebig im Raum platziert und so zu immer neuen Formationen gestellt werden.

Labo Life Store, Marseille. Von der Decke. Filigrane Rahmen, die zu schweben scheinen, spielen in diesem Jahr eine wichtige Rolle. Sie sind an der Decke verankert und dienen als Kleiderstange. Mal handelt es sich dabei um feine Stahl-Stangen, wie bei im Labo Life Store. Mal kommen Heizungrohre oder Wasserleitungen dafür zum Einsatz.

Pas de Calais, Paris. Von der Decke 2. Filigrane Warenträger sind auch bei Pas de Calais das Thema, allerdings nochmal etwas anders umgesetzt. Eine Dreiecks-Formation von der Decke trägt die Kleiderbügel. In der unteren Schiene ist eine Leuchte integriert, die die Ware ins rechte Licht setzt.