Seit eh und je sind es in erster Linie die großen Department Stores in New York und London, die zur Weihnachtszeit von sich reden machen. Hierzulande sind die Weihnachts-Schaufenster vielleicht nicht ganz so opulent und aufwändig gestaltet, aber viel Kreativität und Herzblut stecken auch in ihnen. Diese fünf sind in diesem Jahr unsere Favoriten.

Gallery: Weihnachten 2013 bei Ludwig Beck



LUDWIG BECK, MÜNCHEN. Coming Home for Christmas – unter diesem Motto stehen in diesem Jahr die Weihnachts-Schaufenster bei Luwig Beck. Die Münchner treffen damit den Nerv der Zeit. Wer wünscht es sich nicht, den Jahresend-Stress abzuschütteln und das Weihnachtsfest inmitten seiner Lieben zu Hause zu verbringen? Irgendwie ist das so etwas wie das Ur-Weihnachtsgefühl, das Beck in die Schaufenster bringt. Und dieses Nachhausekommen wird auf verschiedenste Weisen visualisiert. Per Rad, Roller und Rakete treten die Schaufensterfiguren die Reise nach Hause an. Im Gepäck jede Menge Weihnachtsgeschenke, aber auch Weihnachtsbäume und Weihnachtsdekoration. Die Rückwände sind in warmen Farbtönen gestrichen: Knalliges Rot, dunkles Violett und Petrol. Hingucken und Wohlfühlen garantiert.

Gallery: Weihnachten 2013 bei Selfridges

SELFRIDGES, LONDON. Die Schaufenster von Selfridges sind immer ein Must-see. Das gilt besonders zur Weihnachtszeit. Mit verschneiten Landschaften und kleinen kegelförmigen Bäumchen weckt die Dekoration in diesem Jahr Kindheitserinnerungen an Modelleisenbahn-Welten. Aber nicht nur für Kleine gibt es in den Schaufenster viel zu entdecken. Da tummeln sich Pinguin-Kolonien, Weihnachtsmänner und Zwerge und erzählen eine kleine Geschichte. Ein bisschen erinnert die Szenerie aber auch an Gullivers Reisen. Denn in jedem Fenster wird ein einzelnes Stück aus dem Selfridges-Sortiment übergroß in Szene gesetzt. In einem goldenen Slipper von Charlotte Olympia wohnt eine Hirsch-Familie, Kenzo-Sweater schweben an Gleitschirmen durchs Fenster und ein Givenchy Sneaker dient als Kletterberg. Eine fantasievolle Inszenierung mit perfektem Lichteinsatz.

Gallery: Weihnachten 2013 bei More Jades



MORE JADES, DÜSSELDORF. Einfach süß. Denn Weihnachten ist nicht nur etwas für Kinder und Romantiker, auch Naschkatzen kommen beim größten Fest des Jahres traditionell auf ihre Kosten. Die Inspiration für die Weihnachtsfenster bei More Jades in Düsseldorf kommt also nicht von ungefähr. Auffälligstes Gestaltungselement in jedem Fenster ist ein großer, zentral platzierter Neon-Schriftzug. Merry Christmas, Love You, Happy New Year, 2014 steht dort geschrieben. Die farbliche Gestaltung orientiert sich an bekannten Süßwaren. Mintgrün steht für After Eight, sattes Rot für Mon Chérie, Goldbraun für Ferrero Rocher, Lila für Milka-Schokolade und ein nachtblauer Himmel mit silbern funkelnden Sternen für die berühmten Baci-Pralinen aus Italien. Sehr appetitanregend.

Gallery: Weihnachten 2013 bei Bergdorf Goodman



BERGDORF GOODMAN, NEW YORK. Die Schaufenster von Bergdorf Goodman an der New Yorker Fifth Avenue sind Kult. Kaum ein anderer Department Store inszeniert seine Fenster so aufwändig. Auch in diesem Jahr wird den Passanten und Kunden dort viel geboten. Unter dem Motto Holidays on Ice inszeniert das Luxus-Kaufhaus in seinen Schaufenstern neun verschiedene Feiertage in einer Eislandschaft. Traditionell überraschen die Visual Merchandiser des Hauses in einem der Fenster mit einer überraschenden Perspektive. Diesmal ist es das Schaufenster zum 1. April (April Fool’s Day), in dem eine auf den Kopf gestellte frostige Gartenparty gefeiert wird. Als rosa Augenschmaus kommt der Valentinstag daher. Mehrstöckige Torten, Bonbonnieren und Blumentapete – mehr Rosa geht kaum.

Gallery: Weihnachten 2013 bei Le Bon Marché



LE BON MARCHE, PARIS. Zeit zum Träumen. Wunderbar ruhig und still, aber dennoch festlich muten die Fenster von Le Bon Marché an. Jedes steht unter einer anderen Überschrift. „Zeit der Träume“, „Zeit der Überraschungen“, „Die Zeit eines Moments“, „Die stehengebliebene Zeit“ – das ist Weihnachten. Sehr elegant, sehr künstlerisch, ist das Thema umgesetzt. In einer Art Zauberwald wird die Zeit zum Stehen gebracht: mit Pendeln, Metronomen und Kuckucksuhren. Von innen beleuchtete, golden ausgekleidete Säulen erinnern an Birkenstämme. Nur die in schillerndem Rosa und Violett gehaltenen Rückwände sorgen für einen Hauch von Kitsch.