Frische Farben, fröhliche Muster, neue Materialien. Der Frühling macht alles neu, nicht nur im Kleiderschrank. Auch die Läden werden jetzt hübsch herausgeputzt und zeigen sich überall im neuen Gewand. Frühling ist Eröffnungszeit im Handel, und so sind im März zahlreiche Unternehmen im In- und Ausland mit zum Teil aufsehenerregenden neuen Konzepten an den Start gegangen. Die inspirierendsten:

GEGENÜBER. Einen Laden mit einem ganz eigenen Flair hat Henschel&Ropertz gegenüber seines Haupthauses eröffnet. Auf 700m² präsentieren die Darmstädter dort Mode für Frauen ab 15 Jahren – und das sehr detailverliebt. Rosafarbene und grüne Vögelchen hängen an feinen Fäden von der Decke, die Kleiderhaken sind auf alte, in Leinen gebundene Bücher geschraubt, eine mit Bücherregalen verkleidete Lese-Ecke lädt zum Schmökern ein.
Gegenüber. Gestaltung: CRI, Bensheim. Ladenbau: Hoffmann Ladenbau, Rosendahl-Holtwick
Gegenüber. Gestaltung: CRI, Bensheim. Ladenbau: Hoffmann Ladenbau, Rosendahl-Holtwick




UNIQLO. Einen wahren Shopping-Tempel hat der zum japanischen Modekonzern Fast Retailing gehörende Filialist Uniqlo in Tokio eröffnet. Der fast 5000m² große Laden im Shopping-Viertel Ginza ist mit seinen 12 Stockwerken der bislang größte des Casualwear-Spezialisten und setzt nicht nur hinsichtlich seiner Größe neue Maßstäbe. Große zentral platzierte Schaukästen aus Glas zeigen die Ware und gliedern die großzügig, extrem transparent und hell gestalteten Flächen.
Uniqlo. Interior Design: Masamichi Katayama (Wonderwall Company)
Uniqlo. Interior Design: Masamichi Katayama (Wonderwall Company)




ORSAY. Der Willstätter Modefilialist Orsay will sich mit neuen Store-Design und einer veränderten Ausrichtung der Kollektion am Markt neu positionieren. In der Kölner Schildergasse wird das neue Konzept präsentiert. Helle Farben und klare Linien herrschen vor. Das unverändert kommerziell ausgerichtete Sortiment gliedert sich in Farbthemen bzw. Module für unterschiedliche Trageanlässe. Die bisherige Corporate Identity-Farbe Magenta ersetzt Orsay durch ein helles Grau-Beige. Die Stores sollen in den nächsten zwei Jahren ganz oder teilweise auf das neue Store-Konzept umgestellt werden.
Orsay. Store-Design: Dalziel & Pow, London
Orsay. Store-Design: Dalziel & Pow, London




ZARA. Erschwingliche Mode durch hochwertigen Ladenbau aufzuwerten, gehört zu den Erfolgsgeheimissen von Zara. Im neuesten Store an der New Yorker Fifth Avenue stellen die Spanier dieses Prinzip wieder eindrucksvoll unter Beweis. Eine wesentliche Änderung ist die räumliche und thematische Aufteilung der 2200m² Verkaufsfläche in verschiedene Themen-Welten. Erschlossen werden die Abteilungen durch lange Gänge, die durch die Lichtführung an der Decke wie Laufstege anmuten. Große Screens am Ende der Gänge, auf denen unter anderem für den Online-Shop geworben wird, sollen die Kunden in den Raum ziehen. Mit dem neuen Store-Konzept will Zara auch Maßstäbe bezüglich Öko-Effizienz setzen.
Zara. Gestaltung: Elsa Arquijo, La Coruña
Zara. Gestaltung: Elsa Arquijo, La Coruña




WÖHRL. Im Ingolstädter Westpark hat Wöhrl seine Fläche auf zwei Etagen von 5800 auf 7000m² erweitert und dafür einen „ordentlichen siebenstelligen Betrag“ ausgegeben. Für Vorstandschef Olivier Wöhrl ist diese Filiale mit neuem Raumkonzept und neuer Sortimentsstruktur „der aktuell schönste Standort und ein Meilenstein auf dem Weg zum neuen Wöhrl". Das Haus im Westpark gilt als Pilot, dessen Konzept modifiziert auf andere Häuser übertragen werden soll. In den nächsten Monaten sollen die Geschäfte in Straubing und Dresden modernisiert werden, wofür ebenfalls ein siebenstelliger Betrag vorgesehen ist.
Wöhrl. Gestaltung: Anders + Grabmeister, Hamburg. Ladenbau: Vizona, Langenfeld
Wöhrl. Gestaltung: Anders + Grabmeister, Hamburg. Ladenbau: Vizona, Langenfeld




ESPRIT. Rattantische, Holzregale, Indio-Teppiche, Fotografien von Hamburg und florale Deko-Elemente – der Esprit-Store in Hamburg präsentiert sich in einem neuen Look. Alles nach dem Motto: Natürlich und entspannt. Dieses Lebensgefühl will Esprit mit seiner Ladengestaltung in der Hansestadt vermitteln. Dabei legen die Architekten besonderen Wert auf Details: Auf Keilrahmen wurden Leinwände gespannt, die Wände zieren Fotografien mit Motiven an der Alster und einzelne Highlights aus der aktuellen Kollektion.
Esprit
Esprit




P&C. Mit der Neugestaltung der Flächen für Accessoires und Kindermode hat P&C Düsseldorf jetzt den Umbau des Hauses an der Stuttgarter Königstraße abgeschlossen. Der Filialist hat dort ein neues Junior-Konzept für Kinder und Jugendliche gestaltet, das auch auf andere Häuser übertragen werden soll.  Symbole wie kleine Spiegel für Mädchen und Kopfhörer für Jungs ergeben zusammen ein Muster, das sich durch den ganzen Laden zieht. Zu finden ist es auf Tapeten, als Wandtattoo und in den Umkleidekabinen. Mit einer Musikstation und vielen bequemen Sitzmöglichkeiten lädt die 500m²  große Kids-Fläche die ganze Familie zum Verweilen ein.
P&C. Store-Design: Dan Pearlman, Ladenbau: Vizona, Langenfeld
P&C. Store-Design: Dan Pearlman, Ladenbau: Vizona, Langenfeld




DIESEL. Mitten im angesagten Viertel Le Marais hat Diesel in Paris einen neuen Laden eröffnet. Dabei wurde ein neues Storekonzept umgesetzt, mit dem sich Diesel als Luxusmarke positionieren will. Dafür richteten die Innenarchitekten von Diesel den 280m² großen Laden als Loft ein. Der Laden soll ein warmes und gemütliches Ambiente ausstrahlen. Für die Gestaltung des sich über ein Geschoss erstreckenden Geschäfts wurden viele recycelte Materialien verwendet. An einer Glaswand wird eine Auswahl der Kollektionen Diesel und Diesel Black Gold gezeigt.
Diesel
Diesel