Auf den ersten Blick hat sich nicht viel verändert. Maren Zumkley ist mit ihrem Store in Frankfurt gerade mal zwei Häuser weiter gezogen, von der Berliner Straße 22 in die 20. Die signifikanteste Veränderung ist wahrscheinlich, dass sich die Verkaufsfläche – insgesamt 60 m² – in den neuen Räumlichkeiten über zwei Etagen erstreckt.

Man merkt es kaum, denn stilistisch zeigt sich das Interior wie gehabt: licht, warm, freundlich, und sogar Maren Zumkleys Lieblingsfarbe, ein pudriger Roséton, findet sich wieder an den Wänden – perfekter Partner für die freiliegende weiße Treppe, die in die obere Etage führt. Hier können die Kundinnen in Ruhe zwischen Bekleidung und Taschen stöbern. Da wären etwa die Blousons von Esemplare, die Lederleggins von Steven-K, die Leinenpullover und Shirts von Crossley, die Shopper und Shoulder-Bags von Annabel Ingall.

Seinem Namen richtig gerecht – Pelletteria ist italienisch und heißt soviel wie Lederwarengeschäft – wird der Store im EG mit dem riesigen Schaufenster. In den Regalen und auf Betonsäulen stehen etwa die lindgrünen Veloursleder-Mules von Ras, die Ballerinen von Repetto, die puderfarbenen Riemchensandalen mit betontem Boden von Objects in Mirror, die Sneaker von Nira Rubens, die Plateau-Slip-ons von Baldan, die Retro-Loafer von Patrick Cox, die Slider von Inuikii, die Espa-Wedges von Castañer. Daneben, derzeit wahnsinnig populär: die Luxus-Bastkörbe von Muun, außerdem die Strümpfe von Too hot to hide, die kleinen Crossbody-Taschen von Giancarlo Petriglia und Drawstring-Bags von Delphine Delafon.

Das Potpourri außergewöhnlicher Namen spiegelt Zumkleys Sortimentscredo auf das Deutlichste wider: individuelle Kollektionen mit Twist, aber noch bezahlbar, also preislich zwischen dem kommerziellen Sortiment eines Görtz auf der Biebergasse und Zeil und dem hochpreisigen Genre eines Vanilla auf der Börsenstraße, gedacht für selbständige Frauen, 30 bis 50 im Schwerpunkt, mit eigenem Gehalt.

Umgezogen ist Maren Zumkley im Übrigen wegen der Miete. In dem ehemaligen Zuhause des Music-Shops zahlt sie knapp 60% weniger. „Das entspannt, wenn ein Monat mal nicht so läuft wie gedacht“, sagt die gelernte Groß- und Außenhandelskauffrau, die vor dem Schritt in die Selbständigkeit viele Jahre als Wertpapiermaklerin in Frankfurt arbeitete.

Die Berliner Straße gehört zu den aufstrebenden Shopping-Destinationen Frankfurts – unweit von Zeil und Goethestraße, Dom, Schirn und Museum für Moderne Kunst. „Die Berliner Straße lädt zum Bummeln ein, sie hat sich zu einer echten 1b-Lage entwickelt“, beobachtet Maren Zumkley, die ihren Store vor etwa zweieinhalb Jahren eröffnet hat. „In dieser Zeit hat sich die Anteiligkeit an Laufkundschaft gut und gerne um 40 bis 50% gesteigert.“

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