Das Licht in einem Laden entscheidet über vieles. Über Laufwege, die Sichtbarkeit der Ware, die Stimmung und nicht zuletzt auch über Energiekosten. Abseits von intelligenten Lichtsystemen und Energieeffizienz ist Licht aber vor allem eines: wichtiges Gestaltungsmittel. „Lichtdramaturgie“ ist ein Stichwort in diesem Zusammenhang, oder auch „Lichtästhetik“.

Für Leuchtentrends und Neuerungen in Sachen Lichtgestaltung bietet die jährlich im Januar stattfindende Einrichtungsmesse imm Cologne jede Menge Inspiration. Hier zeigen nicht nur die Lichtspezialisten ihre neuesten Designs. Auch die Möbelfirmen inszenieren ihre Ware auf den Ständen meist mit jeder Menge Licht und zeigen dabei die neuesten Trends. Das waren die wichtigsten von der imm in diesem Jahr:

Tom Dixon
Tom Dixon
Kupfer. Tom Dixon hat den Hype vor einigen Saisons mit seinen kupferfarbenen Leuchten losgetreten. Mittlerweile ist daraus ein breiter Trend geworden. Modelle in Metallictönen wie Gold, Silber aber vor allem Kupfer sind das absolute Must-have in Sachen Einrichtung und mittlerweile bei vielen Leuchtenherstellern fester Bestandteil des Sortiments. Die Töne werden dabei auf allen Typen gespielt. Ob schicke Stehleuchte für eine Sitzecke mit Sessel und Beistelltisch, eine Zusammenstellung von Hängeleuchten in einer sonst wenig beachteten Ladenecke oder auch eine Wandleuchte im Kupferlook – das Material sorgt für Aufmerksamkeit und verbreitet zugleich eine warme Atmosphäre.

Normann Copenhagen
Normann Copenhagen
Hängegruppen. Eine Leuchte kommt selten allein. Das könnte das Motto der diesjährigen imm sein. Leuchten tauchen zumeist in Gruppen auf. Vor allem Hängeleuchten werden zu einem lockeren Ensemble zusammengefasst und wirken so gleich viel eindrucksvoller. Dabei können sowohl gleichfarbige Leuchten zusammengestellt werden, so dass ein cleaner, monochromer Look entsteht. Aber auch die Mischung von unterschiedlichen Typen und Farben ist möglich. Diese Art der Inszenierung ist vor allem für Plätze im Laden geeignet, auf die die Aufmerksamkeit gelenkt werden soll. So kann durch eine Lichtgruppe eine Sitzecke aufgewertet werden. Und über oder neben der Kasse sorgt sie dafür, dass der Kunde die Ladentheke nicht lange suchen muss.

Ethnicraft
Ethnicraft
Natur. Natürliche Materialien sind ein weiterer wichtiger Trend. Viele Leuchten und vor allem Schirme sind aus Holz, Bast oder anderen Naturmaterialien gefertigt. Sie greifen damit den aktuellen Möbeltrend zu Massivholz auf. Allerdings sind die Leuchten, wie auch die aktuell gezeigten Möbelhölzer, immer hell und niemals kolonial wie noch vor wenigen Saisons. Lasfera, ein deutscher Leuchtenhersteller, zum Beispiel zeigt ein Modell, hergestellt aus einem dünnen Holzfurnier, die innen bunt bemalt ist. Die Leuchte besteht zwar komplett aus Holz, ist aber durch die Verarbeitung alles andere als altbacken oder wuchtig. Die riesige Stehleucht von Universo Positivo dagegen ist zwar aus massiver Eiche gefertigt, wirkt aber durch den schwarzen Schirm sehr edel.

Muuto
Muuto
Leichtigkeit. Wer die Lichtquelle ganz dezent gestalten möchte, der kann auf eine Reihe filigraner, weißer Leuchten setzen, die zugleich den nächsten Trend ausmachen. Die Leuchten sind meist aus Papier, weißem Glas oder Kunststoff gefertigt und halten sich als Lichtquelle dezent zurück. Die Weißtöne der Schirme sind so gewählt, dass ein angenehmes, nicht zu kühles Licht entsteht.

Muuto
Muuto
Industrie. Leuchten, die aussehen, als hätte man sie aus einer Fabrikhalle geklaut, mit Schirmen aus Metall oder Gummi – das sind Teile die aktuell besonders bei skandinavischen Designfirmen wie Muuto oder Normann Copenhagen zu finden sind. Die Farben sind dabei immer dezent gewählt. Verschiedene Grautöne, hier und da mal ein softer Grün- oder Blauton sind die bevorzugten Farben. Die Leuchten passen perfekt zu Holz. Können aber auch gut zu cleanem Weiß kombiniert werden. Sie sind ideal, um punktuell Ware oder den Kassentresen zu beleuchten und wirken auch in einer Hängegruppe.