Der Mythos Grace Kelly. Sie zählt zu den größten Filmlegenden der 50er Jahre. Eine Hitchcock-Muse. Ein Hollywood-Star mit Anmut, kühlem Sex-Appeal, Eleganz und dem Gespür für Mode. Immer stilsicher im Auftreten setzte sie weltweit modische Trends. Hermès benennt eine Tasche nach ihr. Bis heute gibt es Wartelisten dafür. Die Präsenz von Gracia Patricia im Fürstentum verhalf Monaco Anfang der 60er zu neuem Ansehen. All das verbindet man mit der verstorbenen Fürstin. Im Frühjahr kommt nun die Verfilmung ihres Lebens ins Kino. Die Hauptrolle in dem biographischen Drama des Regisseurs Olivier Dahan wurde mit Nicole Kidman besetzt.

Ein neuer Film, in dem Mode auch eine Hauptrolle spielt. Die 50er Jahre. New Look. Kostüme. Caprihosen. Cocktailkleider. Erhabene Eleganz neben großem Glamour. Hut. Wespentaille. Kitten-Heels. Neues Futter und Inspirationen für Kollektionen, Marketing-Aktionen und Schaufenstergestaltung. Wie zuletzt The Great Gatsby. Eine unerschöpfliche Quelle für den Look der 20er Jahre. Die Neuverfilmung des Klassikers eröffnete im Mai die Filmfestspiele in Cannes und sorgte für einen ordentlichen Impuls im Segment der Anlassmode.

Jetzt also Grazie. In der DOB spitzt sich der Look der 50er Jahre ohnehin alle Jahre mal wieder zum Trend zu. Man sieht sie schon vor sich, die Modestrecken auf Hochglanz-Papier. Mädchen, die Grace Kelly zum Verwechseln ähnlich sehen. Mit schwingem Rock und kurzem Blazer. Handschuhe, vielleicht. Und die ersten Visual Merchandiser arbeiten bereits an der Umsetzung des Themas für Fenster und Flächen. Sie sind dankbar für jeden Impuls, mit dem man aus dem Standard-Programm ausbrechen kann. Auch das mediale Interesse ist jetzt schon immens, nicht zuletzt, weil das Fürstentum gegen den Film protestiert. Das schadet nicht. Alle Zeichen sprechen dafür, dass Grace of Monaco ein wichtiger Film für die Mode wird.