Raus aus dem Karton. Buchstäblich und im übertragenen Sinne. Mit Schuhen und mitunter einfachen Mitteln lassen sich spannende Inszenierungen verwirklichen. Impulse kommen nach wie vor von den internationalen Designern, Department Stores, Sneaker-Läden und Concept Stores. Die Neueröffnungen dieses Jahres haben innovative Visual Merchandising-Ideen rund um Schuhe hervorgebracht. Von Chanels Pop up-Store in Aspen bis Santoni im fernen Manila. Von Käseglocken bis Europaletten.

Wer setzt Schuhe eindrucksvoll in Szene? Präsentiert sie harmonisch mit Bekleidung? Welche frischen Ideen können Kunden überraschen und anlocken? Editor's Choice: Die Top Visual Merchandising-Ideen rund um Schuhe:

Par La Roy, Monterrey. Par La Roy in Mexiko ist eine Art Kunstgalerie für Mode. Er ist die Bühne für wöchentlich wechselnde Kollektionen junger Designer. Der Laden ist minimalistisch eingerichtet und fast komplett in Weiß gehalten. Als Kleiderstangen dienen weiße Metallrohre. Schuhe werden auf einer Scheibe präsentiert. Ein kleines Stück Holz, minimalistisch, aber sehr wirkungsvoll.

Qwstion, Berlin. Teilweise geflieste Flächen, unverputzte Wände und Durchbrüche bilden die Bühne für atmosphärische Bildwelten. Für flexible und multioptionale Schuhpräsentationen kommen die Systeme Cage und Autopole des POS-Spezialisten Alu zum Einsatz. Dazu starke Akzentbeleuchtung, die für Schattenspiele sorgt.

Chanel, Aspen. Zum ersten Mal hat Chanel ein Sommer Pop-up in den USA eröffnet. Im Fokus: Die Präsentation von Schuhen und Taschen. Zusammen mit anderen Accessoires und Home-Artikeln wie Decken werden sie geschmackvoll in verschachtelten Setzkästen präsentiert. Witzige Idee: Highlight-Produkte werden von Käseglocken "beschützt".

Roksanda Ilincic, London. Marmorfußboden in Fischgrät-Manier und Zementreihen mit Kieselsteinoptik an den Wänden bilden die Kulisse für schwebende Schuh-Regale. Verspiegelte Goldfolien und Spotlights rücken die Schuhe in den Fokus.

Kickz, Berlin. Der Store des Münchner Sport- und Streetwearfilialist Kickz in der Berliner Torstraße zeigt, wie man mit einfachen Mitteln einen eindrucksvollen Store gestalten kann. Und zwar: mit Europaletten. An sich ist das nichts Neues. Die Palettenoptik gehört zu der im Store Design immer noch beliebten Vintage- und Do-it-yourself-Ästhetik. Ungewöhnlich ist ihr Einsatz als komplette Regalwand. Weiß gestrichen sind sie eine wirkungsvolle Präsentationswand für bunte Sneaker.

NikeLab, New York. Nike hat in einem ehemaligen Nike-Store in New Yorks Szenestadtteil Soho unter dem Namen NikeLab einen neuen, digital ausgerichteten Laden eröffnet. Dazu gehört auch zukunftsweisende Wareninszenierung. Zum Einsatz kommen unter anderem recycelte Elemente wie ausrangierte Motherboards und Computergehäuse. Limitierte Editionen werden auf beleuchteten Frisbee-Scheiben präsentiert. Die Display-Unterkonstruktion erinnern an Fadenspiele, die man aus seiner Jugend kennt. Oder an Laserdetektoren, die Schätze vor Diebstahl schützen.

Santoni, Manila. In einem fast schon schwerelos wirkenden Regalsystem präsentiert der italienische Luxus-Schuhanbieter Santoni edles Schuhwerk und Taschen. An der Wand befestigte filigrane, geometrisch angeordnete Stangen aus mattem Messing schaffen ein elegantes Ambiente, das die handwerkliche Tradition des Hauses herausstellen soll.

Sport Schwab, Ellwangen. Schuhe im Käfig. Eine beeindruckende Präsentationsbox für Sportschuhe hat Sport Schwab in seinem Store installiert. Der Schuhturm aus filigranem, grünem Draht zieht sich durch das gesamte Treppenauge bis ins Obergeschoss und ist so nicht nur Regal, sonderen auch eine Art optische Klammer. Erinnern soll die Gitternetzstruktur an ein Fußballtor.