Kunst trifft Kommerz – und das offenbar mit Erfolg. Die Londoner Regent Street war die erste Einkaufsstraße weltweit, die fünf Jahre in Folge im Schulterschluss mit renommierten Architekten des Royal Institute of British Architects (RIBA) ein Schaufenster-Projekt lancierte. Die Idee der inspirierenden Installationen, die die Architekten in Zusammenarbeit mit Stores wie Hackett, Gant, Aquascutum, Brooks Brothers, Longchamp, Banana Republic, Hobbs, Jack Spade oder Topshop kreierten, wurde nicht nur von Luxusmarken, sondern auch von der chinesischen Metropole Shanghai adaptiert. Dort treffen Mode und Architektur in diesem Frühjahr im dritten Jahr beim RIBA Shanghai Windows Project 2015 aufeinander.

Zehn RIBA-Architekten haben in Partnerschaft mit internationalen und aufstrebenden chinesischen Einzelhändlern im prosperierenden Shopping-Distrikt Xintiandi eine riesige architektonische Ausstellung kreiert. Bei dem Projekt demonstrieren die britischen Architekten ihre Talente mit kreativen und provokanten Installationen sowie neuen Retail-Konzepten. Für die temporäre Ausstellung arbeiten sie eng mit den Einzelhandelspartnern zusammen.

Das RIBA Windows Project hat sich zu einer erfolgreichen Plattform für den kulturellen Austausch zwischen China und Großbritannien entwickelt. Die Kooperation in den vergangenen drei Jahren hat durch das Zusammenspiel von Architektur und Design die Bewohner und Kunst-Fans in der chinesischen Metropole mit neuen Designkonzepten konfrontiert. Das hat wiederum zur kreativen Gestaltung auch öffentlicher Flächen inspiriert. Bei der Ausstellung, die bis zum 31. Mai läuft, machen Einzelhändler aus den Bereichen Mode, Lifestyle und Beauty ebenso mit wie Kunst und Design.