Der Raum: dunkel, clean, industriell. Unverputzte Betonsäulen und freigelegte Rohre an der Decke. Ein bisschen wie in einem hippen Nachtclub. Im Mittelpunkt: die große, verspiegelte Schuh- und Sneaker-Area. Das Haus: Oberpollinger in München. Moment mal, Oberpollinger? Richtig gelesen. Was im ersten Moment nicht zusammenzupassen scheint, also traditioneller Departmentstore und urbaner Lifestyle, erzeugt gerade den Bruch, den sich die Macher von "The Storey", dem neuen Urbanwear-Bereich im Erdgeschoss des Oberpollinger, wünschen.

Läden: The Storey, München



Ganz bewusst wurde auf 2000m² ein Concept Store mit einem eigenen Namen geschaffen, der sich absetzt - vom Rest des Münchener Hauses und von allem, was die KaDeWe Group bisher gemacht hat.

Auch architektonisch wurden neue Wege beschritten. Das Architekten-Duo Judith Haase und Pierre Jorge Gonzalez setzte unter anderem ein Material ein, das so bislang nicht für Einrichtungen verwendet worden sei: eine Kombination aus Gummi und Aluminium.

Die verwendeten Materialien, das dunkle Design und die geometrischen Formen, etwa der Sitzbänke, sorgen für die nötige Mischung von Coolness und Eleganz, die viele Kunden ansprechen dürfte.

Das ist denn auch Ziel des Sortiments. Für den klassischen Streetwear-Kunden gibt's nicht nur Shops von Carhartt und Vans, sondern auch handgefertigte Skateboards aus London. Der Kunde, der aus dieser Szene kommt, mittlerweile aber etwas sucht, das sich vielleicht am besten mit dem englischen Begriff "sophisticated" bezeichnen lässt, wird vermutlich bei Labels wie Norse Project, Wood Wood, Libertine Libertine und Opening Ceremony fündig. Die Spanne der Zielgruppe macht sich auch preislich bemerkbar. Die Preise für eine Jeans reichen von 50 bis 300 Euro.

Zusätzlich zu den Shops, unter anderem auch von Brands wie Topshop, Topman und Edited, präsentieren vereinzelte Multilabel-Flächen neue, eher kleinere Labels. Begeistert ist Einkäufer Daniel Werner beispielsweise von Benzac Denim Developers aus Amsterdam. Aber auch regionale Designer wie der Schuhhersteller Brütting sollen das Sortiment jetzt und in Zukunft bereichern.

Neben Accessoires, Fahrrädern, Büchern, Zeitschriften und Interior-Artikeln ergänzen auch Beauty-Produkte für Jungs und Mädels das Sortiment. Im integrierten Nagelstudio und an Make-up-Ständen kann Frau sich direkt vor Ort aufhübschen lassen. In Kooperation mit einem französischen Unternehmen, das unter anderem für Colette in Paris arbeitet, ist zudem eine Schmuck-Area entstanden, in der regelmäßig wechselnde Schmuckstücke aus einem breiten Portfolio an Designern präsentiert werden. Bald macht ein Ramen-Restaurant das Angebot perfekt. Laut Werner passt das ausgezeichnet zur Philosophie von "The Storey". Gerade bei den Jungen und Junggebliebenen seien heute Schnelligkeit und Qualität von Bedeutung. Fast Food mit hochwertigen Zutaten sei ein Teil dieser Kultur.

Nicht zuletzt das Restaurant zeigt, wie sehr alles aufeinander abgestimmt ist. Selbst das Verkaufspersonal ist komplett neu eingestellt worden. Denn alle sollen den urbanen Lifestyle führen, den das neue Konzept rüberbringt. Nur so ist der neue Urbanwear-Bereich mehr als das, wofür Oberpollinger bisher steht. "The Storey" begins.

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