Zugegeben, schon die Ausgangslage für diesen Laden war nicht gerade schlecht: Ein japanisches Holzhaus aus den 40er Jahren in Saitama, nördlich von Tokio. Daraus hat der Architekt Manabu Okano mit wenig Aufwand und einfachen Materialien einen ganz besonderen Store erschaffen. Denn die dunklen Balken, die sich durch den ganzen Laden ziehen, werden durch geschickt eingezogene Pressspanplatten modernisiert, die auf gegossenen Betonfüßen ruhen. Davor scheinbar unsichtbar von der Decke schwebende Kleiderstangen, an denen die Kleidung präsentiert wird.

Der Laden, der sich über eine Fläche von rund 95m² erstreckt, wird durch diese Wände in einzelne Räume unterteilt. Die Anordnung der halboffenen Zimmer lädt Besucher förmlich zum Entdecken und Herumspazieren ein. Echte Grünpflanzen in Betonumfassungen machen den Store lebendig. In der Mitte wurde eine Zwischendecke entfernt, so dass eine Art Lichthof entsteht. In dessen Mitte steht ein drei Meter hoher Ahornbaum.

Das Ziel der Gestaltung war, so der Architekt, die eigentliche Atmosphäre des japanischen Hauses zu erhalten, aber dennoch mit modernen Elementen zu verjüngen. Außerdem sollen die sich ständig ändernden Lichtverhältnisse und die von Jahreszeit zu Jahreszeit verändernden Bäume den Kunden bei jedem Besuch ein neues Raumgefühl geben.