Chasin’. Verfolgen. Jagen. Den Kunden? In jedem Fall sollen Männer im Flagshipstore des Casualwear-Labels Chasin’ ins Netz gehen. Der Amsterdamer Laden, der im Dezember 2013 eröffnet wurde, stellt dafür verschiedene mobile und interaktive Anwendungen bereit: The Wall. Auf der 10m² großen Videowand zu sehen: Looks, Kombinationsvorschläge. Die aktuelle Kollektion, vorgeführt von virtuellen Models, gesteuert per Smartphone des Kunden oder Tablets des Verkäufers. Spielerisch durch das Sortiment browsen, nach eigenem Gusto kombinieren, dazwischen real anprobieren – im besten Fall kaufen.

Auch sonst wird auf Vernetzung großen Wert gelegt. Über den Webshop können Kunden Ware nach Hause bestellen, den Click & Collect-Service nutzen oder wenn man sich noch nicht ganz sicher ist, erst einmal Click & Reserve: Teile online bestellen und unverbindlich im Store anprobieren.

Im Kontrast zur flimmernden, futuristischen Videowand wird das Storedesign von natürlichen und robusten Materialien wie Holz, Beton und Stahl dominiert. So werden Display-Mannequins und Liegeware in Holz-Rahmen und -Kuben präsentiert. Dunkelblaue, gerippte Stahlpanele verkleiden die Wände des 73m² großen Stores. Und Wandmalereien von Grafikdesigner Jorgos Karidas schmücken die Umkleidekabinen. Im Patio wartet ein dicht bewachsener urbaner Dschungel auf mutige Männer. Und in einer gemütlichen Ecke gibt es Kaffee, Cola und Bier von einer lokalen Brauerei. Für das Storedesign zeichnet das Amsterdamer Studio The Invisible Party verantwortlich.