Ein Dauerläufer, der Sneaker. Er rennt und rennt und rennt. Die klassischen Chucks von Converse sind dabei die Marathonläufer unter den sportlichen Schuhen. Seit Jahrzehnten sind sie modisch mal mehr, mal weniger vorne mit dabei. Für Frauen, für Männer, für Kinder. Für Jung und Alt, für weniger und für sehr gut Betuchte. Extrem demokratisch, unkompliziert.

Anfang des Jahres hat das inzwischen zu Nike gehörende Unternehmen nach Renovierung seinen weltgrößten Store eröffnet. 1000m² im Shopping-Mekka New York, genauer gesagt am Broadway in Soho. Ein ganz besonderes Einkaufserlebnis soll der Store bieten – „a blueprint for retail creativity“,  so wird der Anspruch nicht gerade bescheiden in einer Pressemitteilung umschrieben. Das Besondere kommt weniger durchs Store-Design (schlicht, schwarz/weiß, mit Holzböden und geschliffenem Estrich) als durch die angebotenen Dienstleistungen.

So ähnelt der Store auf den ersten Blick zumindest in der unteren Etage einer Mischung aus Nagelstudio und Apple Store. Individualisierung, Customization sind hier die Schlagwörter. Im Blank Canvas-Bereich können Converse-Fans ihre Artikel entsprechend ihren eigenen Vorstellungen pimpen. Weitere Ösen, neue Schnürsenkel, zusätzliche Farben und Patches – erlaubt ist, was gefällt.

Weil das allein noch nicht wirklich neu ist, will Converse Ende des Jahres in Sachen Individualisierung noch einen drauf setzen. Im „Converse Blank Canvas Workshop“ wird der Sneaker zu etwas ganz und gar Einzigartigem. Kunden können ihn dann von Anfang an komplett selbst entwerfen. Behilflich ist dabei „The Maestro“, ein Sneaker-Designer, der sich in einer rund einstündigen Session ganz um die Wünsche des Kunden kümmert. Fast jedes Element kann frei gestaltet werden: Stoff, Material, Gummikappe, Ösen. Angeboten wird dieser Service nur in New York und Boston. Für echte Sneakerheads und alte Converse-Fans.