So schnell wie er aufpoppte, wird er wieder verschwunden sein – der Pop-up Store von Cos in Los Angeles. Nur insgesamt 10 Tage lang hat der Laden in „Austere“, einer Mall für skandinavische Designer und Innovationen, geöffnet. Doch die Fläche, die zusammen mit Daniel Arsham und Alex Mustonen vom New Yorker Architekturbüro Snarkitecture entwickelt wurde, ist ein echter Hingucker. Das Designduo hatte schon zum Mailänder Salone del Mobile ein richtungsweisendes temporäres Konzept für Cos auf den Weg gebracht.

Der Laden ist so einfach wie eindrucksvoll. Zu Kleidungstücken aus der aktuellen H/W-Kollektion haben die Jungs von Snarkitecture das passende Umfeld entworfen. Als Farbspektrum wählen sie Bekleidung in verschiedenen Rosé-Tönen und Schwarz-Weiß-Looks. Diese Styles geben die Farbigkeit des Pop-ups vor. Ein Raum ist komplett in Rosé gestrichen. Raumteiler in gleicher Farbe mit ausgestanzten Kleidungs-Umrissen strukturieren die Fläche. Raumhohe Spiegel sorgen für eine optische Vergrößerung und noch mehr Rosé-Feeling. Beim Bewegen durch den Raum ergeben sich immer neue Sichtachsen und Blickwinkel. Einen nach gleichem Prinzip gestalteten Raum gibt es für die Schwarz-Weiß-Looks.

Cos ist dafür bekannt, dass die Looks stark von Architektur inspiriert sind. Das spürt man in diesem Laden, in dem Bekleidung und Raum als Installation gemeinsam wirken können. Doch es geht um noch viel mehr als nur um das Markenerlebnis. Cos hat erst vor rund einem Jahr die Expansion in den USA begonnen. Zeit also, Aufmerksamkeit zu erregen. Dieses Konzept ist mit seiner Bildsprache darauf ausgerichtet, in den Sozialen Medien und auf Blogs gut zu wirken. Und so wird noch darüber gesprochen werden, wenn der Laden schon längst wieder verschwunden ist.