Außen alt – innen neu. Der neue Store des vor fünf Jahren in Amsterdam gegründeten Labels ETQ spielt mit Kontrasten. Er liegt an einer Gracht in einem historischen Kanalhaus aus dem 19. Jahrhundert mit einer geschmückten Außenfassade. Im Innern allerdings zeigt sich das Label, das vor allem für seine coolen Sneaker bekannt ist, von seiner modernen Seite. Geplant hat das Design das Amsterdamer Architekturbüro Studiojosvandijk.

Cleaner, minimalistischer Ladenbau, kaum Farben, stattdessen viel Weiß prägt die Fläche. Das Material erster Wahl ist Beton. Boden und Wände sind aus dem grauen Baustoff gegossen. Auch einige Warentische sind schlichte Betonklötze. Bemerkenswert ist eine feine, weiße Metallkonstruktion, die sich über eine komplette Wand erstreckt. Sie fungiert gleichzeitig als Kleiderstange und Accessoires-Regal. In einem weißen Gitterkubus wird weitere Ware präsentiert.

Besonders im Untergeschoss bekommt der Beton seinen großen Auftritt, denn die massive Treppe und die Umkleidekabinen sind ebenfalls aus Sichtbeton gefertigt. Eine dekorative Sneakerwand ist der Blickfang in diesem Stock. Auf dezenten Metallpins, die aus der Wand ragen, können die Sneaker wirklungsvoll inszeniert werden. Die Beleuchtung besteht aus Neonröhren, die dem Laden zusätzlich einen modernen Look geben.

Im Flagship Store des Labels, das ursprünglich auch aus Amsterdam kommt, wird neben der kompletten ETQ-Kollektion auch eine Auswahl an zum Label passenden Brands angeboten. Dazu gehören unter anderem Études Studio, Opening Ceremony, Norse Projects und Han Kjøbenhavn. Damit folgt ETQ einem Trend, den man derzeit in vielen Monobrand-Läden beobachten kann: Rund um das eigene Produkt wird eine kuratierte Auswahl an Marken angeboten, die die eigene Ware perfekt ergänzen und zusätzliche Kaufanreize schaffen.